
Versorgungssicherheit
Versorgungssicherheit basiert auf zuverlässigen, leistungsfähigen und effizienten Versorgungssystemen. Sie sollen möglichst wenige Risiken bergen, welche die Produktion gefährden könnten. Wasserkraft und Kernenergie tun dies seit über 50 Jahren. Wasserkraft ist die effizienteste Stromtechnologie überhaupt. Die Kernenergie punktet dank der enormen Energiedichte von Uran. Beide Technologien sind zentral für die ausreichende und sichere Versorgung der Schweiz mit emissionsarmem Strom.
Der Verbrauch steuert die Produktion
Strom lässt sich bisher nicht in grossen Mengen speichern. Er muss genau dann produziert werden, wenn er gebraucht wird, nicht zu viel und nicht zu wenig davon. Ist das nicht der Fall, gerät das Verteilnetz aus dem Gleichgewicht und bricht im schlimmsten Fall zusammen. Das macht die Stromproduktion und -verteilung sehr anspruchsvoll.
Die Stromwirtschaft löst die Aufgabe mit einem Mix aus unterschiedlichen Arten von Kraftwerken. Kernkraftwerke und Flusskraftwerke erzeugen gleichmässig Strom für die Grundversorgung. Mit Speicherkraftwerken und Stauseen in den Bergen hingegen wird Spitzenenergie erzeugt. Sie ist bei Bedarfsspitzen abrufbar, beispielsweise beim Kochen am Mittag oder beim Fernsehen am Abend.
Die Wirtschaft ist der grösste Stromkonsument
Rund zwei Drittel des Schweizer Stromverbrauchs gehen auf das Konto der Wirtschaft. Bezahlbarer, preisstabiler Strom sowie eine zuverlässige und möglichst autonome Stromversorgung, wie sie die Kernenergie bietet, sind für die Schweizer Wirtschaft entscheidende Wettbewerbsvorteile. Jeder Blackout kostet die Schweizer Wirtschaft ein Vermögen: Eine Stunde ohne Strom verursacht Wirtschaftsschäden von bis zu 200 Millionen Franken. Ein Tag ohne Strom kostet gar zwischen zwei und vier Milliarden Franken.
Strom für den Winter dank Kernenergie
Die Schweizer Kernkraftwerke zeichnen sich durch ihre hohe Verfügbarkeit aus. Im Jahresverlauf liefern sie mehr als 90 Prozent der Zeit Strom. Einzig im Sommer, wenn ausreichend Strom aus Wasserkraft zur Verfügung steht, werden sie für Wartungsarbeiten und Brennstoffwechsel während weniger Wochen abgeschaltet. Das ist verkraftbar, da im Sommer der Stromverbrauch tief ist. Im Winter jedoch sind die Schweizer Kernkraftwerke unverzichtbar. Flüsse führen weniger Wasser, es gibt viel weniger Sonnenstunden als im Sommer und gleichzeitig steigt der Strombedarf. Ohne Kernkraftwerke wäre die Schweiz vor allem im Winter auf massive Importe angewiesen.
Hohe Versorgungssicherheit mit Uran
Uran kommt auf der ganzen Welt und in geopolitisch stabilen Regionen wie Australien oder Nordamerika vor. Das bietet Lieferantenfreiheit. Da Uran enorm energiedicht ist, sind für die Stromerzeugung nur geringe Importmengen nötig. Das schafft weitgehende Unabhängigkeit vom Ausland. So würde beispielsweise der Stauraum eines Mittelklassekombis das angereicherte Uran für den Jahresbetrieb des grössten Schweizer Kernkraftwerks fassen.
Dies erlaubt eine einfache Vorratshaltung für mehrere Jahre Stromerzeugung auf kleinstem Raum. Die Kernenergie gewährleistet so einen hohen Grad an Autonomie und Versorgungssicherheit