
Rückschlagventile erfolgreich eingebaut – Wiederinbetriebnahme für 21. März geplant
9. Februar 2026 09:46
Im Rahmen einer technischen Modernisierung hat das Kernkraftwerk Gösgen (KKG) den Austausch von Rückschlagklappen durch gedämpfte Rückschlagventile im Speisewasser-Rohrleitungssystem geplant. Die gedämpften Rückschlagventile wurden in den letzten Wochen erfolgreich eingebaut. Damit sind die bestehenden Sicherheitsmargen weiter erhöht worden. Die Erstellung letzter Sicherheitsnachweise und deren Prüfung benötigt noch Zeit. Deshalb verschiebt sich die Wiederinbetriebnahme aus heutiger Sicht um drei Wochen und ist neu für 21. März 2026 geplant. Die Wiederaufnahme der Stromproduktion erfolgt nach der Prüfung und Freigabe durch das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (Ensi).
Modernisierung des Speisewassersystems
Das KKG legt Wert darauf, mit kontinuierlichen Modernisierungsprojekten jederzeit höchste Sicherheitsstandards zu gewährleisten. Im Rahmen einer geplanten, technischen Modernisierung identifizierte das KKG mögliche Überlastungen im Speisewasser-Rohrleitungssystem, die bei einem Rohrbruch im nicht-nuklearen Bereich der Anlage auftreten könnten. Das KKG meldete diesen Befund im März 2025 unverzüglich dem Ensi. Im Nachgang zur planmässigen Jahresrevision wurde entschieden, die gewünschten Sicherheitsmargen durch die Umsetzung des bereits gestarteten Projekts zum Austausch der Rückschlagklappen im Speisewassersystem zu realisieren. Die Stromproduktion des KKG wurde nach Abschluss der Jahresrevision im Juni 2025 nicht wieder aufgenommen und die Anlage wurde in einen sicheren, abgestellten Zustand überführt.
Durch den Einbau der gedämpften Rückschlagventile werden die unter sehr konservativen Annahmen berechneten Kräfte auf das Rohrleitungssystem weiter reduziert. Diese Massnahmen erhöhen somit die bestehenden Sicherheitsmargen deutlich. Mit den Verstärkungsmassnahmen im Speisewassersystem verfolgt das KKG das Ziel, ein sehr seltenes, theoretisches Störfallszenario sicher zu beherrschen und die Sicherheitsreserven der Anlage weiter zu stärken.