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KKG3358 RGB

Schlussbericht zur Überprüfung der betrieblichen Sicherheit des Kernkraftwerks Gösgen

23. November 2000 00:00

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Im Rahmen des von der Internationalen Atomenergieagentur (IAEA) weltweit durchgeführten Programms zur Überprüfung der betrieblichen Sicherheit von Kernkraftwerken stellt der offizielle IAEA-Bericht dem Kernkraftwerk Gösgen (KKG) ein sehr gutes Zeugnis aus. Gegenwärtig werden im KKG die Empfehlungen zur weiteren Verbesserung des hohen Sicherheitsstands umgesetzt. Eine dreiwöchige Überprüfung der Betriebssicherheit des Kernkraftwerks Gösgen durch ein Expertenteam (Operational Safety Review Team, OSART) der Internationalen Atomenergieagentur (IAEA) fand im November 1999 statt. Die wesentlichen Resultate dieser Überprüfung wurden damals anlässlich der Schlusskonferenz der Belegschaft und den Behördenvertretern präsentiert. Der nun vorliegende offizielle OSART-Schlussbericht stellt insbesondere Folgendes fest: Durch ausgeprägten Eigenverantwortungssinn (ownership) und Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter habe sich das KKG leistungsmässig einen Platz im Weltklassebereich erarbeitet. Dies sei ein Grund für den ausgezeichneten Zustand des Werks. Ein Beispiel nachahmenswerter Praxis sei der Weitblick, mit dem das KKG die Nachfolgeregelung des in den Ruhestand tretenden Personals bewältige. Die umfassenden Abfallentsorgungspraktiken des Werkes werden ebenfalls als lobenswert erwähnt. Sie reichten von der Minimierung der radioaktiven Abwässer und des Volumens radioaktiven Abfalls bis zur frühen Planung und Entwicklung von Zwischen- und Endlagerprogrammen. Daneben enthält der Bericht auch eine Anzahl von Empfehlungen und Anregungen: Obwohl im gesamten Werk eine ausgeprägte Qualitätskultur gelebt werde, empfiehlt der OSART-Bericht, das Sicherheitsbewusstsein der Belegschaft auf allen Ebenen durch eine selbstkritische und hinterfragende Haltung weiter zu stärken. Zu den Herausforderungen zähle insbesondere der Umgang mit dem in den nächsten zehn bis fünfzehn Jahren zu erwartenden altersbedingten grösseren Personalwechsel. Dabei sei sicherzustellen, dass das Engagement der heutigen Belegschaft erhalten bleibe und dass die Erfahrung sowie das fachtechnische Know-how den Nachfolgern in zweckmässiger Weise weitergegeben werde. Der OSART-Bericht bestätigt insbesondere die Bedeutung des im KKG vor Jahren eingeleiteten Prozesses zur Einführung eines formalen Qualitätssicherungssystems. Das KKG ist überzeugt, dass die Vorschläge des IAEA-Expertenteams zu weiteren Verbesserungen in verschiedensten Bereichen führen. Das Werk ist deshalb bestrebt, die im IAEA-Bericht enthaltenen Anregungen und Empfehlungen speditiv umzusetzen.