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KKG3358 RGB

Jahresrevision im Kernkraftwerk Gösgen

6. Juli 2001 00:00

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Am Samstag, dem 7. Juli 2001, wird das Kernkraftwerk Gösgen (KKG) für umfangreiche Unterhalts- und Inspektionsarbeiten sowie für den alljährlichen Brennelementwechsel planmässig abgestellt. Der 22. Betriebszyklus geht damit nach 337 Tagen zu Ende. Im 22. Zyklus produzierte das KKG 7695 Millionen Kilowattstunden (Mio. kWh) Strom. Der Betrieb der Anlage erfolgte wiederum ohne sicherheitstechnische Probleme. Im Verlauf der diesjährigen Revision werden 36 der insgesamt 177 Brennelemente ersetzt. Gegenüber dem Vorjahr müssen vier Brennelemente weniger nachgeladen werden, weil der nächste Betriebszyklus aufgrund der vorgezogenen Revision 2002 kürzer ausfällt. Neben 12 Uran-Brennelementen werden 20 plutoniumhaltige Mischoxid-(MOX-)Brennelemente sowie 4 uranhaltige Demonstrationsbrennelemente zugeladen. Standardbrennelemente werden in der Regel nach vier Jahren Standzeit ersetzt. Mit den Demonstrationsbrennelementen soll nachgewiesen werden, dass ein Einsatz von Brennelementen während fünf Zyklen möglich ist. Die Demonstrationsbrennelemente weisen eine höhere Anreicherung von Uran-235 auf und liefern damit länger Energie. Bei längeren Standzeiten im Reaktor müssen zukünftig noch weniger Brennelemente beschafft, nachgeladen und entsorgt werden. Damit werden auch die Brennstoffkosten weiter optimiert. Während dem Brennelementwechsel werden umfangreiche Kontroll- und Unterhaltsarbeiten vorgenommen. Zu den Schwerpunkten der diesjährigen Jahresrevision gehören die integrale Dichtheitsprüfung des Sicherheitsbehälters, Inspektionen am Reaktordruckbehälter, Änderungen an den Frischdampfabblaseregelventilen sowie Verstärkungen der Generatorverankerung. Der kugelförmige Sicherheitsbehälter umschliesst die nuklearen Komponenten des Kraftwerks. Die Dichtheit des Sicherheitsbehälters wird alle vier Jahre durch eine Leckratenprüfung getestet. Dazu wird der Sicherheitsbehälter mit Pressluft aufgepumpt. Anschliessend wird gemessen, ob der Druck unzulässig abfällt. Die Prüfung umfasst den gesamten Sicherheitsbehälter mit allen Schleusen, Rohrleitungsdurchführungen und elektrischen Durchführungen sowie die Gebäudeabschlussarmaturen. Zu den weiteren Schwerpunkten der Revision gehören optische Inspektionen an Teilen des Reaktordruckbehälters sowie Ultraschalluntersuchungen an Befestigungselementen des darin enthaltenen Kernbehälters. Alle drei Frischdampfabblaseregelventile werden modifiziert, um ihre Funktionssicherheit zu erhöhen. Während der Jahresrevision wird zudem der Generator stärker mit dem Fundament versteift. Es ist vorgesehen, bei der Inbetriebnahme das Laufverhalten der rotierenden Teile des Generators mit Nachwuchtungen zu optimieren. Um Wuchtgewichte setzen zu können, muss der Turbosatz nach dem Wiederanfahren wieder vollständig zum Stillstand gebracht werden. Für die Justierarbeiten am Generator wird die Anlage voraussichtlich mehrmals an- und abgefahren. Zusätzlich zum Werkspersonal sind während der Revision rund 500 auswärtige Fachkräfte von gegen hundert in- und ausländischen Unternehmen im KKG tätig. Der Produktionsunterbruch dauert voraussichtlich drei Wochen.