Die Anlage produzierte im Juni 2012 ohne Unterbruch bis zum geplanten Abfahrdatum zur Jahresrevision. Die Anlage wurde am 2. Juni 2012 für die Jahresrevision und den Brennelementwechsel abgestellt. 
 
Im neuen Betriebszyklus enthält der Reaktorkern ausschliesslich Brennelemente aus wiederaufbereitetem Uran (WAU). Im letzten Zyklus kamen zum letzten Mal 16 plutoniumhaltige Mischoxid-(Mox) Brennelemente zum Einsatz.
 
Zu den Schwerpunkten der Revision gehörten Wirbelstromprüfungen an rund 11‘000 Heizrohren der Dampferzeuger und die Modernisierung der Frischdampfumleitregelung. Ausserdem wurde das Kugelmesssystem ersetzt, das der Berechnung der Leistungsverteilung im Reaktor dient.
 
Aufgrund der Überprüfungen nach den Ereignissen in Fukushima wurden im Rahmen der Revisionsarbeiten die bestehenden Dämpfer der Notstandsdiesel vorsorglich erneuert. Die neuen Dämpferelemente beherrschen höhere Erdbebenlasten.
 
Am 22. Juni 2012 nahm das Kernkraftwerk Gösgen die Stromproduktion wieder auf.
 
Am 23. Juni 2012 wurde ein Lastabwurf auf Eigenbedarf um 500 MW zur Prüfung der Frischdampfumleitregelung durchgeführt.
 
Am 30. Juni 2012 wurde um 18:26 Uhr eine Reaktorschnellabschaltung durch eine defekte Überspannungsdiode im Reaktorschutzschrank auslegungsgemäss ausgelöst.
 
Die Zahlen für den Juni 2012: Bruttoerzeugung 180'815 MWh, Nettoerzeugung 164''218 MWh, Minderstromproduktion infolge Abgabe von Dampf an benachbarte Kartonfabriken 1'225 MWh.
 
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