Das Kernkraftwerk Gösgen (KKG) produzierte 2017 netto 8,15 Milliarden Kilowattstunden (2016: 8,23 Milliarden Kilowattstunden) ohne Abgabe von Luftschadstoffen und klimaschädlichen Gasen.

Die Jahresrevision dauerte vom 4. Juni bis zum 29. Juni 2017 insgesamt 25,5 Tage (2016: 22,6 Tage). Während der Jahresrevision wurden im nuklearen und konventionellen Anlagenteil umfangreiche Prüfungs- und Instandhaltungsarbeiten an maschinen-, leit- und starkstromtechnischen Komponenten und Einrichtungen vorgenommen. Gesamthaft wurden während der Jahresrevision rund 4 000 Instandhaltungsarbeiten durchgeführt.

Zu den Revisionsschwerpunkten zählten periodische Ultraschallprüfungen an den Schweissnähten und am Grundmaterial des Reaktordruckbehälters. Die alle vier Jahre durchzuführende Dichtheitsprüfung des Sicherheitsbehälters, der die nuklearen Komponenten des Kraftwerks umschliesst, sowie die umfangreichen Untersuchungen am Reaktordruckbehälter bestätigten den guten Zustand der Komponenten.

Während der Revision wurden 36 neue Brennelemente mit wiederaufgearbeitetem Uran (WAU) in den Reaktorkern eingesetzt. Das Kerninventar des 39. Betriebszyklus besteht aus 173 WAU-Brennele-
menten und vier Testbrennelementen in der fünften Standzeit.

Die Anlage wurde 2017 mit Ausnahme geplanter Leistungsreduktionen durchwegs mit der maximal möglichen Leistung betrieben.

Die Model AG in Niedergösgen und die Papierfabrik Cartaseta-Friedrich & Co. in Gretzenbach werden vom KKG mit Heizdampf versorgt. Die 2017 bezogenen Dampfmengen entsprechen der thermischen Energie von 206 Millionen Kilowattstunden. Durch den Bezug des Heizdampfes vom KKG vermieden die beiden Fabriken 2017 die Verbrennung von etwa 19 400 Tonnen Heizöl und damit die Abgabe von rund 60 800 Tonnen Kohlendioxid an die Umwelt.

 

Verschiedenes

Die durch das Kraftwerk verursachte Individualdosis der Bevölkerung lag weit unter dem zulässigen Dosisrichtwert von 0,3 mSv. Die im Kraftwerk tätigen Personen akkumulierten eine Dosis von 285 mSv.

Ende 2017 beschäftigte das KKG 554 Personen (2016: 549 Personen). Dies entspricht 530,29 Vollzeitpensen. Darin enthalten sind 16 Lernende mit den Berufszielen Elektroinstallateur, Elektroniker, Fachfrau Hauswirtschaft, Kauffrau und Kaufmann, Laborant und Polymechaniker.

Ende Jahr waren insgesamt 62 Mitarbeiter als Pikettingenieure, Schichtchefs und Reaktoroperateure für den Betrieb des Kernkraftwerks zugelassen.15 Mitarbeitende verfügen über eine Anerkennung als Strahlenschutzsachverständiger, Strahlenschutztechniker oder Strahlenschutzfachkraft.

Gut 12 000 Personen besuchten im Verlauf des Jahres das Werk. Mitte Juli führte das KKG einen viertägigen Kurs zur Stromproduktion in der Schweiz für 16 Lehrpersonen aus der Deutschschweiz durch.

 

  2017 2016 2015
Bruttoerzeugung Mio. kWh 8 584 8 668 8 399
Nettoerzeugung Mio. kWh 8 154 8 233 7 971
Betriebsstunden h 8 149 8 232 7 980
Zeitverfügbarkeit 93,0% 93,7% 91,3%
Arbeitsausnutzung 92,4% 93,3% 90,5%
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