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Jahresrevision im Kernkraftwerk Gösgen bringt Wirkungsgradverbesserung

6. Juni 2003 00:00

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Am Sonntag, dem 8. Juni 2003, wird das Kernkraftwerk Gösgen (KKG) für umfangreiche Unterhalts- und Inspektionsarbeiten sowie für den alljährlichen Brennelementwechsel planmässig abgestellt. Der 24. Betriebszyklus geht damit nach 340 Tagen zu Ende. Im 24. Zyklus produzierte das KKG 7850 Millionen Kilowattstunden Strom. Infolge der Sanierung der Wasserverteilung im Kühlturm erhöht sich die Produktion künftig um 70 Millionen Kilowattstunden pro Jahr. Der Betrieb der Anlage erfolgte wiederum ohne sicherheitstechnische Probleme. Im Verlauf der diesjährigen Revision werden 44 der insgesamt 177 Brennelemente ersetzt. Neben 24 plutoniumhaltigen Mischoxid-Brennelementen werden 20 Brennelemente mit wiederaufgearbeitetem Uran eingesetzt. Letztere sind im Reaktor schon während dreier Betriebszyklen eingesetzt und zeigen ein sehr gutes Betriebsverhalten. Zu den Schwerpunkten der Jahresrevision zählen umfangreiche Unterhaltsarbeiten an zwei der drei Hauptkühlmittelpumpen. Mehr Strom aus dem KKG Während der Jahresrevision werden 70 Prozent der Wasserverteilung im Kühlturm saniert. Dies erlaubt eine gleichmässigere Verteilung des Kühlwassers. Die Arbeiten sind Teil eines Projektes zum kompletten Ersatz der Kühlturmeinbauten, der in drei Schritten während den jährlichen Kraftwerksrevisionen 2003 bis 2005 erfolgt. Er bewirkt eine Senkung der Kühlwassertemperatur um 4° C. Durch die tiefere Kondensatortemperatur beträgt die Leistungsverbesserung nach Abschluss des Projekts 9 Megawatt. Damit können im KKG pro Jahr rund 70 Millionen Kilowattstunden (kWh) CO2–freier Strom mehr produziert werden. Zum Vergleich: Sämtliche Photovoltaikanlagen der Schweiz speisen pro Jahr rund 10 Millionen kWh ins Netz ein. Die Kosten für diese Sanierung belaufen sich auf rund 12 Millionen Franken. Sie werden innert vier Jahren amortisiert. Im Jahr 2005 werden weitere wirkungsgradverbessernde Massnahmen an den Turbinen und an den Wasserabscheider-Zwischenüberhitzern vorgenommen, was den Ersatz des Generatorschalters erforderlich macht. Der Austausch des Generatorschalters, der ab 2005 höheren Anforderungen entsprechen muss, erfolgt bereits während der Jahresrevision 2003. Zusätzlich zum Werkspersonal sind während der Revision rund 600 auswärtige Fachkräfte von gegen hundert in- und ausländischen Unternehmen im KKG tätig. Der Produktionsunterbruch dauert voraussichtlich drei Wochen.