Rund zwei Drittel des Schweizer Stromverbrauchs gehen auf das Konto der Wirtschaft. Bezahlbarer, preisstabiler Strom sowie eine zuverlässige und möglichst autonome Stromversorgung, wie sie die Kernenergie bietet, sind für die Schweizer Wirtschaft entscheidende Wettbewerbsvorteile. Dafür ist der Werkplatz Schweiz mit rund 40 Prozent Kernenergie im Strommix gut versorgt.
Mehr zum Produktionsmix der Schweiz erfahren Sie hier.

Die Wirtschaft ist der grösste Stromkonsument

Der Stromverbrauch in der Schweiz ist in den letzten Jahren markant gestiegen. Seit 1990 nahm er allein im Dienstleistungssektor um über 40 Prozent zu, dicht gefolgt von den Haushalten. Aber auch Industrie und Gewerbe beanspruchen heute rund zwölf Prozent mehr Strom als 1990. Heute verbraucht die Wirtschaft am meisten Strom – gut 60 Prozent des Gesamtverbrauchs. Rund 50 energieintensive Schweizer Unternehmen machen alleine fünf Prozent des Schweizer Strombedarfs aus.

Strom ist eine zentrale Produktionsgrundlage unserer Wirtschaft und damit unseres Wohlstands.
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Genügend günstiger Strom für die Wirtschaft

Jedes Blackout kostet die Schweizer Wirtschaft ein Vermögen: Eine Stunde ohne Strom verursacht Wirtschaftsschäden von bis zu 200 Millionen Franken. Ein Tag ohne Strom kostet gar zwischen zwei und vier Milliarden Franken. Deshalb ist es von grossem Vorteil, dass Kernkraftwerke im Unterschied zu Wind oder Sonne rund um die Uhr und zu jeder Jahreszeit zuverlässig Strom erzeugen.

Viele Haushalte können heute bei ihrem lokalen Stromversorger den Strom wählen, der ihnen zusagt. Doch immer öfter wird Privatkunden nur noch Strom aus erneuerbaren Energien angeboten. So kann der Eindruck entstehen, die Schweiz komme ohne Kernenergie aus. Dem ist nicht so. Um ihre internationale Konkurrenzfähigkeit zu wahren, bleiben Industrie und Gewerbe und vor allem Unternehmen mit energieintensiver Produktion wie die Papier-, Stahl-, Aluminium-, Zement- oder auch die Chemiefaserindustrie auf ausreichend günstigen Strom aus Kernenergie angewiesen, nicht zuletzt als Ausgleich zu den hohen Schweizer Lohn- und Infrastrukturkosten. Die Experten sind sich nicht einig, wie sich steigende Stromkosten auf die Volkswirtschaft auswirken würden. Laut dem Verband der Schweizerischen Elektrizitätsunternehmen hätte teurerer Strom vermehrte Firmenschliessungen zur Folge.

Grossverbraucher wie Stahl Gerlafingen sind auf günstige Stromtarife angewiesen. (Bild Alpiq)
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Wirtschaftswachstum braucht Strom

Immer mehr Menschen leben und arbeiten in unserem Land. Von 1970 bis 2012 stieg die Bevölkerung von gut sechs auf knapp acht Millionen Einwohner. Der Stromverbrauch der Schweiz stieg mit, pro Jahr um ein bis zwei Prozent, manchmal auch um bis zu vier Prozent, und insgesamt um gut ein Viertel in den letzten 20 Jahren. Und gemäss Bundesamt für Statistik soll die Schweizer Bevölkerung ab 2010 um jährlich rund 0,9 Prozent weiterwachsen.

Durch Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum steigt der Stromverbrauch. Ausgesprochen warme Winter und Wirtschaftsflauten lassen ihn sinken.

Bis anhin konnten nur schlechte Wirtschaftslagen und besonders warme Winter diese Entwicklung vorübergehend bremsen. Zwar stieg durch die Bemühungen um Energieeffizienz der Verbrauch fossiler Energie insgesamt in den letzten Jahren nicht weiter an. Doch zusätzlich zu Heizöl, Benzin und Gas nutzen wir immer mehr und neue elektrische Geräte. Wirtschaftswachstum, Bevölkerungswachstum und Stromverbrauch hängen nach wie vor weitgehend zusammen.

Voraussetzung für wirtschaftliche Entwicklung und den Weg aus der Armut: Zugang zu elektrischer Energie
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Transparente und verursachergerechte Vollkosten

Dass die Stromversorgung wirtschaftlich sein soll, ist in der Schweizer Verfassung verankert. Mit Produktionskosten von rund vier bis sechs Rappen pro Kilowattstunde ist Kernenergie konkurrenzfähig.

Von den günstigen Produktionskosten der Kernenergie profitieren Haushalte ebenso wie die Wirtschaft.

Strom aus Kernenergie wird konsequent nach dem Verursacherprinzip verrechnet. Der Strompreis enthält sämtliche Kosten, einschliesslich der Versicherungen, der Entsorgung der radioaktiven Abfälle und des späteren Rückbaus der Anlagen bis hin zur grünen Wiese. Die für Stilllegung und Entsorgung nötigen Mittel werden von den Betreibern laufend bezahlt (heute anfallende Kosten) resp. in vom Bundesrat überwachten Fonds sichergestellt (Kosten nach Ausserbetriebnahme). Die Schweizer Kernkraftwerke hinterlassen der künftigen Generationen keine ungedeckten Rechnungen.
Mehr zur Finanzierung der Entsorgung erfahren Sie hier.

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Planungssicherheit dank stabilen Stromkosten

Anders als Erdgas und Erdöl bietet Atomstrom Unternehmen Stabilität für die Zukunft, da sie ihre Energiekosten zuverlässig und langfristig planen können. Denn er ist ausgesprochen preisstabil. Die Beschaffungskosten für den Rohstoff Uran schlagen bei den Produktionskosten nur mit wenigen Prozent zu Buche. Ein Preisanstieg wirkt sich daher nur geringfügig auf den Strompreis aus.

Die Betriebskosten sind der grösste Kostenfaktor im Atomstrom.
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Hohe Wertschöpfung durch Arbeitsplätze

Die fünf schweizerischen Kernkraftwerke beschäftigten gegen 2000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einer Vielfalt von Berufen. Dazu kommen Teilzeitangestellte in der Reinigung, den Mitarbeiterrestaurants und im Besucherwesen. Während der Jahresrevisionen der Kernkraftwerke werden zusätzlich einige tausend Personen beschäftigt. Im Vergleich zu einem Gas-und-Dampf-Kraftwerk (auch GuD oder Kombikraftwerk) haben die heutigen Kernkraftwerke einen rund vier Mal höheren direkten Beschäftigungseffekt pro erzeugte Terawattstunde Strom – trotz tiefem Strompreis.

Das Branchenspektrum der Zulieferer reicht von Lieferanten technischer Komponenten und Dienstleistungen über Ingenieurunternehmen bis hin zu Bauunternehmen und Gewerbebetrieben wie Schreinereien, Sanitärinstallateuren und Reinigungsinstituten. Mit ihren Aufträgen sichern die Kernkraftwerke zahlreiche Arbeitsplätze in der Schweiz – rund acht Mal mehr pro erzeugte Strommenge als ein Kombikraftwerk. Und mit ihrer zuverlässigen und preiswerten Stromproduktion sichern Kernkraftwerke Abertausende von Arbeitsplätzen in allen Wirtschaftszweigen der Schweiz.
Weitere Informationen zur Berufswelt der Kernkraftwerke finden Sie hier.

Die Kernkraftwerke sichern dank ihrer zuverlässigen und wirtschaftlichen Stromproduktion Arbeitsplätze in sämtlichen Branchen der Schweiz.
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Zuverlässiger Mehrwert für die Volkswirtschaft

Kernkraftwerke verschaffen Standortkantonen und -gemeinden beträchtliche Steuereinnahmen. Die Wertschöpfung der Kernkraftwerke umfasst den Ertrag aus der Stromerzeugung sowie volkswirtschaftliche Effekte, die sie in den Zuliefererbranchen und über die Einkommen der Beschäftigten auslösen. Mit einem Gesamteffekt von über einer Milliarde Franken pro Jahr spielen die Schweizer Kernkraftwerke für den Staat, die Energiewirtschaft und die gesamte Schweizer Volkswirtschaft eine wertvolle Rolle.

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Grosser Nutzen aus der Anschubförderung

Die Kernenergieforschung wird in der Schweiz seit 1956 gefördert. In den ersten 26 Jahren gab der Bund dafür teuerungsbereinigt insgesamt rund 1,25 Milliarden Franken aus. Das ist etwa gleich viel, wie der Bund in den ersten 26 Jahren – von 1974 bis 2000 – für die Erforschung der erneuerbaren Energien ausgegeben hat (1,13 Mia. Franken).

Seit Anfang der 1990er-Jahre werden die erneuerbaren Energien und die effiziente Energienutzung deutlich stärker gefördert als die Kernenergie. Auf die Stromproduktion hatte diese Forschung jedoch bisher kaum Auswirkungen: Gegenwärtig liefern Biogas, Biomasse, Sonne und Wind zusammen rund ein Prozent der Landeserzeugung, während die Kernkraftwerke nach der gleichen Förderzeit bereits die Hälfte der Landesversorgung erzeugten.

Der Bund fördert die Erforschung erneuerbarer Energien weit mehr als die Kernenergie.

Im Vergleich zur Photovoltaikforschung wird die Kernenergieforschung sogar sehr wenig gefördert. Bei der Photovoltaik beliefen sich die Aufwendungen ab Beginn der statistischen Erfassung der Solarstromproduktion vor rund 20 Jahren auf 52 Franken pro Kilowattstunde und liegen heute immer noch bei 81 Rappen. Die entsprechenden Förderkosten für die Kernenergie lagen hingegen bei rund 35 Rappen pro Kilowattstunde, betrugen nach 20 Jahren nur noch 0,5 Rappen und liegen heute bei 0,35 Rappen pro Kilowattstunde.


Medienmitteilung

Betriebsverlauf

13.6.2017 17:05

Die Anlage produzierte im Mai 2017 nach Plan und ohne Unterbruch.

Die Zahlen für den Mai 2017:

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