Rund zwei Drittel des Schweizer Stromverbrauchs gehen auf das Konto der Wirtschaft. Bezahlbarer, preisstabiler Strom sowie eine zuverlässige und möglichst autonome Stromversorgung, wie sie die Kernenergie bietet, sind für die Schweizer Wirtschaft entscheidende Wettbewerbsvorteile. Dafür ist der Werkplatz Schweiz mit rund 35 Prozent Kernenergie im Strommix gut versorgt.

Die Wirtschaft ist der grösste Stromkonsument

Der Stromverbrauch in der Schweiz ist in den letzten 30 Jahren markant gestiegen und hat sich mittlerweile bei rund 58 Millionen Megawattstunden eingependelt. Seit 1990 nahm er allein im Dienstleistungssektor um über 40 Prozent zu, dicht gefolgt von den Haushalten. Aber auch Industrie und Gewerbe beanspruchen heute rund zwölf Prozent mehr Strom als 1990. Rund 50 energieintensive Schweizer Unternehmen machen alleine fünf Prozent des Schweizer Strombedarfs aus.

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Strom ist eine zentrale Produktionsgrundlage unserer Wirtschaft und damit unseres Wohlstands.

Genügend günstiger Strom für die Wirtschaft

Jedes Blackout kostet die Schweizer Wirtschaft ein Vermögen: Eine Stunde ohne Strom verursacht Wirtschaftsschäden von bis zu 200 Millionen Franken. Ein Tag ohne Strom kostet gar zwischen zwei und vier Milliarden Franken. Wie gut, dass Kernkraftwerke im Unterschied zu Wind oder Sonne rund um die Uhr und zu jeder Jahreszeit zuverlässig Strom erzeugen!

Viele Haushalte können heute bei ihrem Stromversorger den Strom wählen, der ihnen zusagt. Immer öfter wird dabei nur noch Strom aus erneuerbaren Energien angeboten. So kann der Eindruck entstehen, die Schweiz komme ohne Kernenergie aus. Industrie und Gewerbe und vor allem Unternehmen mit energieintensiver Produktion wie die Papier-, Stahl-, Aluminium-, Zement- oder auch die Chemiefaserindustrie bleiben aber auf ausreichend günstigen Strom aus Kernenergie angewiesen, um ihre internationale Konkurrenzfähigkeit zu wahren.

Laut dem Verband der Schweizerischen Elektrizitätsunternehmen hätten höhere Stromkosten negative Auswirkungen auf die Volkswirtschaft und vermehrte Firmenschliessungen zur Folge. Denn Grossverbraucher wie Stahl Gerlafingen sind auf günstige Stromtarife angewiesen. (Bild: Alpiq)

Wirtschaftswachstum und Strom

Immer mehr Menschen leben und arbeiten in unserem Land. Von 1970 bis 2018 stieg die Bevölkerung von gut sechs auf achteinhalb Millionen Einwohner. Der Stromverbrauch stieg mit, pro Jahr manchmal nur um weniger als ein Prozent, manchmal aber auch um zwei bis vier Prozent und insgesamt um 18 Prozent in den letzten 20 Jahren. Ein um ein Prozent höheres Bruttosozialprodukt bedeutete in den Jahren 1980–1990 eine Zunahme des Stromverbrauchs um 1,3 Prozent, zwischen 1990 und 2000 war es noch 1 Prozent und vom Jahr 2000 bis 2010 bereits nur noch 0,7 Prozent.

Während Wirtschaftswachstum und Stromverbrauch also über viele Jahre parallel verliefen, hat sich seit 2010 langsam eine Entkoppelung abgezeichnet. Ob sich dieser Trend in Zukunft so fortsetzt, bleibt noch abzuwarten. Bis anhin bremsten hauptsächlich schlechte Wirtschaftslagen und die zunehmend warmen Winter diese Entwicklung.

Zwar stieg durch die Bemühungen um Energieeffizienz der Verbrauch fossiler Energie insgesamt in den letzten Jahren nicht weiter an. Doch zusätzlich zu Heizöl, Benzin und Gas nutzen wir auch immer mehr elektrische Geräte. Zudem soll gemäss Bundesamt für Statistik die Schweizer Bevölkerung bis 2030 um eine weitere Million Personen anwachsen (mittleres Entwicklungsszenario). Wirtschaft und Gesellschaft mit ausreichend Strom zu versorgen, bleibt für die Schweiz auf jeden Fall zentral.

1 3 1d Grafik BIP Strom Bevoelkerung d
Bis zum Jahr 2010 stiegen das Bruttoinlandprodukt (BIP), der Stromendverbrauch und das Bevölkerungswachstum weitgehend parallel an.

Transparente und verursachergerechte Vollkosten

Dass die Stromversorgung wirtschaftlich sein soll, ist in der Schweizer Verfassung verankert. Mit Produktionskosten von rund drei bis sechs Rappen pro Kilowattstunde ist Kernenergie konkurrenzfähig.

1 3 1c Grafik Stromgestehungskosten d
Von günstiger Kernenergie profitieren Haushalte ebenso wie die Wirtschaft.

Strom aus Kernenergie wird konsequent nach dem Verursacherprinzip verrechnet. Der Strompreis enthält sämtliche Kosten, einschliesslich der Versicherungen, der Entsorgung der radioaktiven Abfälle und des späteren Rückbaus der Anlagen. Die für Stilllegung und Entsorgung nötigen Mittel werden von den Betreibern laufend bezahlt (heute anfallende Kosten) resp. in vom Bundesrat überwachten Fonds sichergestellt (Kosten nach Ausserbetriebnahme). Die Schweizer Kernkraftwerke hinterlassen den künftigen Generationen keine ungedeckten Rechnungen.

Planungssicherheit dank stabilen Stromkosten

Anders als Erdgas und Erdöl bietet Atomstrom Unternehmen Stabilität für die Zukunft, da sie ihre Energiekosten zuverlässig und langfristig planen können. Denn er ist ausgesprochen preisstabil. Die Beschaffungskosten für den Rohstoff Uran schlagen bei den Produktionskosten nur mit wenigen Prozent zu Buche. Ein Preisanstieg wirkt sich daher nur geringfügig auf den Strompreis aus.

1 3 2b Grafik Kostenstruktur KKG 2017 d

Hohe Wertschöpfung durch Arbeitsplätze

Die fünf schweizerischen Kernkraftwerke beschäftigten mehr als 1700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einer Vielfalt von Berufen. Dazu kommen Teilzeitangestellte in der Reinigung, den Mitarbeiterrestaurants und im Besucherwesen. Während der Jahresrevisionen der Kernkraftwerke werden zusätzlich einige tausend Personen beschäftigt. Im Vergleich zu einem Gas- und Dampf-Kraftwerk (auch GuD oder Kombikraftwerk) haben die heutigen Kernkraftwerke einen rund vier Mal höheren direkten Beschäftigungseffekt pro erzeugte Terawattstunde Strom – trotz tiefem Strompreis.

Das Branchenspektrum der Zulieferer reicht von Lieferanten technischer Komponenten und Dienstleistungen über Ingenieurunternehmen bis hin zu Bauunternehmen und Gewerbebetrieben wie Schreinereien, Sanitärinstallateuren und Reinigungsinstituten. Mit ihren Aufträgen sichern die Kernkraftwerke zahlreiche Arbeitsplätze in der Schweiz – rund acht Mal mehr pro erzeugte Strommenge als ein Gaskombikraftwerk. Und dazu zahlreiche Arbeitsplätzen in allen Wirtschaftszweigen der Schweiz.


Medienmitteilung

Betriebsverlauf

10.12.2019 14:51

Die Anlage produzierte im November 2019 nach Plan und ohne

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