12. DEZEMBER 2002: KURT KOHLER WIRD BETRIEBSDIREKTOR IM KKG

Der Verwaltungsrat der Kernkraftwerk Gösgen-Däniken AG hat Kurt Kohler zum Nachfolger von Peter H. Hirt gewählt. Kurt Kohler übernimmt seine neue Funktion als Betriebsdirektor am 1. Januar 2003. Zum Stellvertreter wurde Dr. Guido Meier ernannt.

Der 58-jährige diplomierte ETH-Elektroingenieur Kurt Kohler wohnt in Gretzenbach (SO). Er ist seit 1974 im KKG tätig, wo er die Ausbildung zum Pikettingenieur durchlief. Seit 1986 führt er die Abteilung Betrieb mit den Ressorts Betriebsführung, Ausbildung, Sonderaufgaben und Sicherung. 2000 wurde er zum stellvertretenden Betriebsdirektor ernannt.
 
Der 55-jährige in Niedergösgen (SO) wohnhafte promovierte Physiker Guido Meier ist seit 1977 im KKG tätig. Seit 1987 leitet er das Ressort Nukleartechnik, das insbesondere für die Brennstoffauslegung, die Brennelementeinsatzplanung und die Kernüberwachung zuständig ist.

Der bisherige Betriebsdirektor Peter H. Hirt tritt auf Anfang 2003 zur Aare-Tessin AG für Elektrizität (Atel) über. Am 1. April 2003 übernimmt er die Geschäftseinheit Thermische Produktion der Atel und damit die Geschäftsleitung des KKG.

Auskunft:

Tel. 062 288 20 00
 
Peter H. Hirt
Bruno Elmiger
 
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8. JULI 2002: KERNKRAFTWERK GÖSGEN WIEDER AM NETZ

Seit Sonntag, 7. Juli 2002, ist das Kernkraftwerk Gösgen (KKG) nach einer verlängerten Jahresrevision wieder am Netz.
 
Am 1. Juli 2002 war die Betriebsaufnahme aufgrund einer Undichtigkeit bei der inneren von zwei Dichtungen im Deckelbereich des Reaktordruckbehälters unterbrochen worden. 
 
Bei der Befundaufnahme am Reaktordruckbehälterdeckel wurden in der inneren Dichtungsnut der Doppeldichtung Korrosionsnarben festgestellt. Durch Punktschweissungen wurden die Schadstellen beseitigt.
 
Nach der Reinigung der Dichtungsnuten wurden zwei neue Dichtringe eingesetzt.
 
Anschliessend konnte die Anlage wieder plangemäss in Betrieb genommen werden. Die Netzkopplung erfolgte am Sonntag, 7. Juli 2002, um 04.00 Uhr.
 
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1. JULI 2002: REVISIONSVERLÄNGERUNG IM KKG - DICHTUNGSWECHSEL AM REAKTORDRUCKBEHÄLTER

Heute Montag, den 1. Juli 2002, wird die Betriebsaufnahme unterbrochen, um eine von zwei Dichtungen im Deckelbereich des Reaktordruckbehälters zu ersetzen. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Ende Woche.
 
Während der Leistungserhöhung im Anfahrbetrieb wurde durch ein Überwachungssystem angezeigt, dass die innere von zwei Dichtungen im Deckelbereich des Reaktordruckbehälters eine Undichtigkeit aufweist. Die Aussendichtung übernimmt, wie für diesen Fall vorgesehen, die Dichtfunktion.
 
Während der Jahresrevision wurden wie üblich zwei neue Dichtungsringe zwischen dem Reaktordruckbehälterunterteil und dem Behälterdeckel eingesetzt.
 
Das KKG hat beschlossen, die Anlage im Verlauf der heutigen Nacht abzustellen, um eine Ursachenabklärung vorzunehmen und die beiden Dichtungsringe zu ersetzen. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Ende Woche.
 
Die Hauptabteilung für die Sicherheit der Kernanlagen (HSK) ist über die geplante Abstellung informiert worden.
 
Mit freundlichen Grüssen
Kernkraftwerk Gösgen-Däniken AG
 
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Konstantin Bachmann
 
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7. JUNI 2002: JAHRESREVISION IM KKG

Am Samstag, dem 8. Juni 2002, wird das Kernkraftwerk Gösgen (KKG) für umfangreiche Unterhalts- und Inspektionsarbeiten sowie für den alljährlichen Brennelementwechsel planmässig abgestellt. Der 23. Betriebszyklus geht damit nach 314 Tagen zu Ende. Im 23. Zyklus produzierte das KKG 7235 Millionen Kilowattstunden (Mio. kWh) Strom. Der Betrieb der Anlage erfolgte wiederum ohne sicherheitstechnische Probleme.
 
Im Verlauf der diesjährigen Revision werden 40 der insgesamt 177 Brennelemente ersetzt. Neben 12 Uran-Brennelementen mit Frischuran werden 28 Brennelemente mit wiederaufgearbeitetem Uran (WAU-Brennelemente) eingesetzt. Die im Reaktor schon während zwei Betriebszyklen eingesetzten WAU-Brennelemente zeigten ein sehr gutes Betriebsverhalten. Zu den Schwerpunkten der diesjährigen Jahresrevision gehören Wirbelstrom- und Ultraschallprüfungen an allen drei Dampferzeugern sowie Instandhaltungsarbeiten an zwei Hauptkühlmittelpumpen.
 
Zusätzlich zum Werkspersonal sind während der Revision rund 500 auswärtige Fachkräfte von gegen hundert in- und ausländischen Unternehmen im KKG tätig. Der Produktionsunterbruch dauert voraussichtlich drei Wochen.
 
Mit freundlichen Grüssen
Kernkraftwerk Gösgen-Däniken AG
 
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Konstantin Bachmann
 
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24. MAI 2002: MODERNISIERUNGSPROJEKTE IM KKG

Das Kernkraftwerk Gösgen (KKG) investiert in weitere Modernisierungsprojekte. Für insgesamt 120 Millionen Franken werden die Lagerkapazität für abgebrannte Brennelemente von 600 auf 1600 Standplätze erweitert und das Druckhaltesystem des Reaktorkühlkreislaufs umgerüstet. Die nukleare Sicherheit und die Verlängerung der Betriebsdauer der Anlage haben beim KKG weiterhin oberste Priorität.
 
Erweiterung der Nasslagerkapazität um 1000 Brennelemente

Das bestehende Nasslager für Brennelemente im Reaktorgebäude umfasst rund 600 Standplätze. Da die Platzverhältnisse keine Lagererweiterung im Reaktorgebäude zulassen, wird ein neues Lagergebäude mit gleicher Zweckbestimmung ausserhalb der bestehenden Gebäudestruktur erstellt. Das Lagerbecken im neuen Gebäude wird weitere 1000 Brennelemente aufnehmen können. Das gebunkerte Gebäude mit einer Länge von 37 Metern, einer Breite von 17 Metern und einer Höhe von 25 Metern wird nordwestlich des Abluftkamins errichtet werden. Es wird gegen Flugzeugabsturz und Erdbeben gesichert sein. Das Gesuch für die erforderliche Bau- und Betriebsbewilligung wird Ende Juni dem Bundesrat eingereicht. Mit dem Bau wird voraussichtlich im Oktober 2003 begonnen. Die Inbetriebnahme des Nasslagers ist auf Herbst 2006 geplant. Die Projektkosten belaufen sich auf 67 Mio. CHF.
 
Die Realisierung des Nasslagers wird der Siemens-Beteiligungsgesellschaft Framatome ANP (Advanced Nuclear Power) als Generalunternehmerin übertragen. Für die Bauherrschaft begleitet Colenco Power Engineering AG das Projekt. Die Bauarbeiten werden von der Batigroup AG ausgeführt.
 
Die Gründe für die Nasslagererweiterung: Die ursprünglichen Uran-Brennelemente konnten nur während dreier Betriebsjahre im Reaktor eingesetzt werden. Die heute verwendeten Brennelemente mit höherem Abbrand produzieren während vier Betriebsjahren Energie. Bei längerem Einsatz im Reaktor müssen weniger Brennelemente beschafft, nachgeladen und entsorgt werden. Damit sinken die Brennstoff- und Entsorgungskosten. Brennelemente mit höherem Abbrand benötigen nach dem Entladen aus dem Reaktorkern jedoch eine längere Kühlzeit im Nasslager. Dies gilt auch für Mischoxid-(MOX-)Brennelemente aus der Wiederaufarbeitung. Die längere Abkühlzeit gewährleistet, dass die für die Zwischenlagerung bestimmten Transport- und Lagerbehälter voll beladen werden können. Damit kann die Lagerkapazität im zentralen Zwischenlager in Würenlingen optimal ausgeschöpft werden. Die dazu erforderlichen Abkühlzeiten der Hochabbrand- und MOX-Brennelemente im Nasslager des Kernkraftwerks liegen zwischen 8 und 16 Jahren. Das gegenwärtige Fassungsvermögen des Nasslagers erlaubt jedoch nur Abkühlzeiten von gegen 5 Jahren. Für Abtransporte in die Wiederaufarbeitungsanlagen ist dies ausreichend.
 
Mit der Erweiterung der Nasslagerkapazität im KKG werden auch die Folgen eines möglichen Verbots der Wiederaufarbeitung im Rahmen der neuen Kernenergiegesetzgebung berücksichtigt. Ein Verzicht auf die Rezyklierung abgebrannter Brennelemente würde in wenigen Jahren zu zusätzlichen Kapazitätsengpässen im Nasslager führen, da dessen Fassungsvermögen – wie bei anderen von Siemens gebauten Anlagen – für den Abtransport der Brennelemente zur Wiederaufarbeitung bemessen wurde.
 
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Umrüstung des Druckhaltesystems

Anlässlich der periodischen Sicherheitsüberprüfung (PSÜ) des Werkes forderte die Hauptabteilung für die Sicherheit der Kernanlagen (HSK) eine Variantenstudie für eine mögliche Nachrüstung am Druckhaltesystem des Reaktorkühlsystems. Das KKG geht mit einer konkreten technischen Nachrüstung über diese Forderung hinaus und baut, im Einvernehmen mit der HSK, die Druckhalter-Armaturenstation um. Im Bestreben, die Sicherheit der Anlage weiter zu erhöhen, wurde diese kostenintensive Umrüstung beschlossen.
 
Der Umbau des Druckhaltesystems ermöglicht die Druckentlastung des Reaktorkühlsystems. Der sicherheitstechnische Gewinn besteht vor allem darin, dass eine von bestehenden Sicherheitseinrichtungen unabhängige zusätzliche Möglichkeit zur kontrollierten Wärmeabfuhr bei Störfällen geschaffen wird. Damit wird die Sicherheit der Gesamtanlage weiter erhöht. Analoge Ertüchtigungen wurden zwischen 1988 und 1998 in allen deutschen Siemens-Kernkraftwerken vorgenommen. Die Erfahrungen und Verbesserungen mit unterschiedlichen Druckabsicherungskonzepten nutzte das KKG bei der Ausarbeitung des vorliegenden Projektes. Diese Druckentlastung des Reaktorkühlkreislaufes war beim Bau des Kraftwerkes noch nicht Stand der Technik.
 
Neben zwei Druckhalter-Sicherheitsventilen werden über 50 Armaturen mit den entsprechenden Zu- und Ableitungen ersetzt. Die Umbauarbeiten werden genutzt, um am Druckhaltesystem weitere Verbesserungen bestehender Einrichtungen vorzunehmen. So wird zum Beispiel das für die Druckabsenkung vorhandene Druckhaltersprühsystem umgebaut, um die thermische Belastung der Sprühleitungen zu reduzieren. Der Umbau des Druckhaltesystems verringert Belastungen von Rohr- und Baustrukturen, reduziert die Anzahl Hochdruckrohrleitungen und stellt eine hohe Schliesssicherheit der Ventile sicher. Die Änderungen am Druckhaltesystem betreffen Bereiche der höchsten Sicherheitsklasse.
 
Montagearbeiten und Inbetriebnahme werden anlässlich der Revision 2005 in weniger als 50 Tagen erfolgen. Die Projektkosten belaufen sich auf rund 50 Mio. CHF. Den Auftrag zur Umrüstung des Druckhaltesystems erhielt Framatome ANP. Framatome hat bereits Arbeiten gleichen Umfangs in deutschen Kraftwerken durchgeführt. Die neuen Sicherheitsventile liefert die in Winterthur domizilierte Control Components Inc. (CCI), ehemals Sulzer Thermtec AG.
 
Im Zuge dieser Arbeiten wird auch eine 1995 festgestellte Ultraschallanzeige bei einer Schweissnaht an der Verbindungsleitung zwischen Druckhalter und Reaktorkühlkreislauf beseitigt.

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Ertüchtigungsarbeiten zur Verbesserung der Erdbebensicherheit

Als weitere Folge der PSÜ wurden unter anderem im Jahr 2001 insgesamt 58 Brandschutzwände im Schaltanlagengebäude verstärkt. Die aufwändigen Ertüchtigungsarbeiten begannen Ende August 2001 und konnten plangemäss Ende Februar 2002 abgeschlossen werden. Die Verstärkungen an diesen Wänden, die keine tragende Funktion haben, erhöhen die Erdbebensicherheit.
 
Resultate des Betriebsjahres 2001

Die Nettoproduktion erreichte im 22. Betriebsjahr 7,87 Milliarden kWh (2000: 7,80 Mrd. kWh). Die Jahreskosten beliefen sich wie im Vorjahr auf 320 Mio. CHF. Der Gestehungspreis betrug entsprechend 4,07 Rp. pro kWh (2000: 4,10 Rp. pro kWh). Dieses Ergebnis wurde durch einen praktisch unterbruchslosen Betrieb erreicht: Das Werk lieferte während 8206 Stunden (2000: 8103 Stunden) zuverlässig Strom ans Netz.
 
Seit der Inbetriebnahme des Werkes bis 2001 sanken die Stromgestehungskosten von 6,30 Rp. pro kWh (1980) auf 4,07 Rp. (2001). Die Wirtschaftlichkeit der Anlage wurde somit laufend verbessert.

29. KKG-Geschäftsbericht zum Geschäftsjahr 2001
 
Mit freundlichen Grüssen
KERNKRAFTWERK GÖSGEN-DÄNIKEN AG

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Medienmitteilung

Betriebsverlauf

7.9.2017 17:24

Die Anlage produzierte im August 2017 nach Plan und ohne Unterbruch.

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