24. SEPTEMBER 2001: KURZER PRODUKTIONSUNTERBRUCH IM KERNKRAFTWERK GÖSGEN

Heute Montag, den 24. September 2001, wurde das Kernkraftwerk Gösgen um 14.30 Uhr vom Netz getrennt. Dadurch fand ein Produktionsunterbruch statt. Die Ursache war ein Fehler in der Steuerung der 380kV-Schaltanlage ausserhalb des KKG.
 
Die Reaktorleistung wurde während des Produktionsunterbruchs bis auf 25% reduziert.
 
Die Anlage produzierte den Strom für den Eigenbedarf weiterhin selbst. Sämtliche Einrichtungen funktionierten erwartungsgemäss.
 
Die Hauptabteilung für die Sicherheit der Kernanlagen (HSK) wurde über den Produktionsunterbruch informiert.
 
Nach Behebung des Fehlers konnte die Anlage um 16.30 Uhr ans Netz synchronisiert werden.
 
Die volle Leistung wurde kurz nach 18.00 Uhr erreicht.

KERNKRAFTWERK GÖSGEN-DÄNIKEN AG

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Tel. 062 288 20 00
 
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6. JULI 2001: JAHRESREVISION IM KERNKRAFTWERK GÖSGEN

Am Samstag, dem 7. Juli 2001, wird das Kernkraftwerk Gösgen (KKG) für umfangreiche Unterhalts- und Inspektionsarbeiten sowie für den alljährlichen Brennelementwechsel planmässig abgestellt. Der 22. Betriebszyklus geht damit nach 337 Tagen zu Ende. Im 22. Zyklus produzierte das KKG 7695 Millionen Kilowattstunden (Mio. kWh) Strom. Der Betrieb der Anlage erfolgte wiederum ohne sicherheitstechnische Probleme.
 
Im Verlauf der diesjährigen Revision werden 36 der insgesamt 177 Brennelemente ersetzt. Gegenüber dem Vorjahr müssen vier Brennelemente weniger nachgeladen werden, weil der nächste Betriebszyklus aufgrund der vorgezogenen Revision 2002 kürzer ausfällt. Neben 12 Uran-Brennelementen werden 20 plutoniumhaltige Mischoxid-(MOX-)Brennelemente sowie 4 uranhaltige Demonstrationsbrennelemente zugeladen. Standardbrennelemente werden in der Regel nach vier Jahren Standzeit ersetzt. Mit den Demonstrationsbrennelementen soll nachgewiesen werden, dass ein Einsatz von Brennelementen während fünf Zyklen möglich ist. Die Demonstrationsbrennelemente weisen eine höhere Anreicherung von Uran-235 auf und liefern damit länger Energie. Bei längeren Standzeiten im Reaktor müssen zukünftig noch weniger Brennelemente beschafft, nachgeladen und entsorgt werden. Damit werden auch die Brennstoffkosten weiter optimiert.

Während dem Brennelementwechsel werden umfangreiche Kontroll- und Unterhaltsarbeiten vorgenommen. Zu den Schwerpunkten der diesjährigen Jahresrevision gehören die integrale Dichtheitsprüfung des Sicherheitsbehälters, Inspektionen am Reaktordruckbehälter, Änderungen an den Frischdampfabblaseregelventilen sowie Verstärkungen der Generatorverankerung.
 
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Der kugelförmige Sicherheitsbehälter umschliesst die nuklearen Komponenten des Kraftwerks. Die Dichtheit des Sicherheitsbehälters wird alle vier Jahre durch eine Leckratenprüfung getestet. Dazu wird der Sicherheitsbehälter mit Pressluft aufgepumpt. Anschliessend wird gemessen, ob der Druck unzulässig abfällt. Die Prüfung umfasst den gesamten Sicherheitsbehälter mit allen Schleusen, Rohrleitungsdurchführungen und elektrischen Durchführungen sowie die Gebäudeabschlussarmaturen.

Zu den weiteren Schwerpunkten der Revision gehören optische Inspektionen an Teilen des Reaktordruckbehälters sowie Ultraschalluntersuchungen an Befestigungselementen des darin enthaltenen Kernbehälters. Alle drei Frischdampfabblaseregelventile werden modifiziert, um ihre Funktionssicherheit zu erhöhen. Während der Jahresrevision wird zudem der Generator stärker mit dem Fundament versteift. Es ist vorgesehen, bei der
Inbetriebnahme das Laufverhalten der rotierenden Teile des Generators mit Nachwuchtungen zu optimieren. Um Wuchtgewichte setzen zu können, muss der Turbosatz nach dem Wiederanfahren wieder vollständig zum Stillstand gebracht werden. Für die Justierarbeiten am Generator wird die Anlage voraussichtlich mehrmals an- und abgefahren.
 
Zusätzlich zum Werkspersonal sind während der Revision rund 500 auswärtige Fachkräfte von gegen hundert in- und ausländischen Unternehmen im KKG tätig. Der Produktions -unterbruch dauert voraussichtlich drei Wochen.

Mit freundlichen Grüssen
Kernkraftwerk Gösgen-Däniken AG

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4. APRIL 2001: DIPLOMFEIER DER KERNKRAFTWERK-TECHNIKER

Am Freitag Nachmittag nahmen im Kernkraftwerk Gösgen fünf Absolventen des Technikerlehrgangs, Fachrichtung Kernkraftwerkstechnik der Reaktorschule am Paul-Scherrer-Insitut (PSI) ihre Diplomurkunde und ihr Diplomzeugnis im Rahmen einer Feier in Empfang.

Hans Fuchs, Geschäftsleiter des Kernkraftwerks Gösgen, wies in seiner Gratulationsansprache auf die weltweite Renaissance der Kernenergie hin. Um die Kyoto Klimaschutzziele zu unterstützen und die wirtschaftlichen Vorteile der Kernenergie zu nutzen sind in den USA, England und Frankreich neue Kernkraftwerke im Gespräch. In Ostasien wurde der Bauboom für Kernkraftwerke gar nie gebremst und hält unvermindert an. In der Schweiz lehnt der Bundesrat die neuen Ausstiegsinitiativen ab und verzichtet in seinem Entwurf für ein neues Kernenergiegesetz auf eine willkürliche Befristung der Betriebsdauer der Schweizer Kernkraftwerke. Der Entwurf enthalte damit durchaus positive Aspekte. Mit Forderungen wie dem Verbot der Wiederaufarbeitung komme er aber den von der weltweiten Klimaproblematik längst überholten Argumenten der Initianten viel zu weit entgegen und müsse nun in der parlamentarischen Debatte gestrafft werden.

Der Technikerlehrgang, Fachrichtung Kernkraftwerkstechnik, dient der theoretischen Grundausbildung angehender Reaktoroperateure und dauert eineinviertel Jahre. Dieser anspruchsvolle und arbeitsintensive Vollzeitlehrgang wurde von einem Teilnehmer des Kernkraftwerks Gösgen und vier Teilnehmern aus dem Kernkraftwerk Beznau erfolgreich abgeschlossen. Diese theoretische Grundausbildung stellt eine Teillizenz auf dem Ausbildungsweg zum Reaktoroperateur dar.
 
Die anschliessende im Kernkraftwerk durchgeführte praxisorientierte Weiterbildung bis zur Reaktoroperateurlizenz dauert noch ca. eineinhalb Jahre. Wie Patrick Miazza vom Kernkraftwerk Mühleberg und Gründungsmitglied der "Young Generation" der Schweizerischen Gesellschaft der Kernfachleute (SGK) erwähnte, ist die theoretische Grundausbildung und die praxisorientierte Weiterbildung für die Gewährleistung des sicheren Betriebes der Kernkraftwerke in der Schweiz von grosser Bedeutung.

Die erfolgreichen Absolventen:

Dr. Thomas Kohler, Kernkraftwerk Gösgen
Reto Ambauen, Kernkraftwerk Beznau
Viktor Boutellier, Kernkraftwerk Beznau
Philipp Klein, Kernkraftwerk Beznau
Daniel Meisterhans, Kernkraftwerk Beznau
 
Mit freundlichen Grüssen
KERNKRAFTWERK GÖSGEN-DÄNIKEN AG

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Bruno Elmiger
Kurt Gautschi
 
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29. JANUAR 2001: BESCHWERDEVERFAHREN - AKTUELLER STAND

Aktueller Stand im Beschwerdeverfahren des Kernkraftwerks Gösgen bezüglich der von der Sicherheitsbehörde verfügten Massnahmen

Offene Punkte:

Zu den vier verbliebenen umstrittenen Fragen hat die Kommission für die Sicherheit der Kernanlagen (KSA) im Auftrag des UVEK (Eidgenössisches Departement für Umwelt, Energie und Kommunikation) Ende 2000 Stellung genommen. Das Kernkraftwerk Gösgen (KKG) hält die aufgrund des Verwaltungsverfahrensgesetzes erhobene Beschwerde weiterhin aufrecht. Das KKG erarbeitet aufgrund dieser KSA-Stellungnahme zur Zeit Vorschläge, wie die geforderten Massnahmen mit dem grössten Sicherheitsgewinn und den geringstmöglichen Nachteilen für die Anlage umgesetzt werden können, auch wenn dabei höhere Kosten anfallen sollten. Nach schweizerischem Recht trägt der Betreiber einer Kernanlage die Verantwortung für die Sicherheit. Die Aufgabe der Sicherheitsbehörde HSK (Hauptabteilung für die Sicherheit der Kernanlagen) ist es zu überprüfen, ob der Betreiber diese Verantwortung wahrnimmt. Dies trifft auch für die Umsetzung aller von der Behörde geforderten Eingriffe in die Anlage zu. Der Betreiber einer Kernanlage ist deshalb nicht nur berechtigt, sondern verpflichtet, Behördenforderungen mit Rücksicht auf die Sicherheit der Gesamtanlage zu überprüfen und zu beurteilen. Das vom KKG eingeleitete Beschwerdeverfahren trägt dieser Verantwortung Rechnung und ist nicht durch den Kostendruck aufgrund der Strommarktliberalisierung begründet. Denn die gesamten geschätzten Kosten von rund 10 Mio Franken der zur Diskussion stehenden offenen Punkte liegen in der Grössenordnung der Ausgaben, die das KKG jährlich für die Modernisierung und zusätzliche Sicherheit ausgibt.

Geklärte Punkte:

Aufgrund der Periodischen Sicherheitsüberprüfung erliess die HSK am 25. November 1999 eine 16 Punkte umfassende Verfügung, gegen die das KKG im Januar 2000 eine Beschwerde einreichte. Im laufenden Beschwerdeverfahren unter der Leitung des UVEK konnten inzwischen die wesentlichen Differenzen ausgeräumt werden. 12 Massnahmen konnten so geklärt werden. Zu diesen 12 Punkten erliess die HSK am 21. Dezember 2000 eine neue Verfügung. Diese Massnahmen werden zur Zeit im KKG umgesetzt.

Mit freundlichen Grüssen
KERNKRAFTWERK GÖSGEN-DÄNIKEN AG

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Bruno Elmiger
 
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23. JANUAR 2001: BETRIEBSUNTERBRUCH IM KERNKRAFTWERK GÖSGEN

Nach der gestrigen Ursachenabklärung (siehe KKG-Pressemitteilung vom 22. Januar 2001) und der anschliessenden Reparatur des Lecks an der betroffenen Entwässerungsleitung hat das KKG heute Morgen die Stromproduktion wieder aufgenommen.

Gestern Montag, 22. Januar 2001, war an einer kleinen Entwässerungsleitung des Frischdampfsystems im nicht nuklearen Teil der Anlage Wasserdampf ausgetreten. Zur Befundaufnahme und für die anschliessende Reparatur wurde die Anlage abgefahren. Die Stromabgabe wurde unterbrochen.

Die Ursachenabklärung ergab, dass Teile der Wärmeisolation an der Rohroberfläche der Entwässerungsleitung gescheuert und dadurch ein kleines Loch verursacht hatten. Baugleiche Leitungen sind auf Reibschäden überprüft worden. Es wurden keine weiteren Schäden festgestellt.
 
Gestern Abend wurde die Schadstelle repariert.
 
Nach erfolgreicher Reparatur wird die Anlage schrittweise hochgefahren. Sie wird im Laufe des Tages Volllast erreichen. Die Netzkopplung erfolgte um 8 Uhr.

Die Hauptabteilung für die Sicherheit der Kernanlagen (HSK) ist über den Verlauf der Arbeiten informiert worden.

Die Anlage befindet sich auslegungsgemäss in einem sicheren Zustand. Das Vorkommnis hatte keine Auswirkungen auf die Umwelt.

Mit freundlichen Grüssen
KERNKRAFTWERK GÖSGEN-DÄNIKEN AG
 
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22. JANUAR 2001: BETRIEBSUNTERBRUCH IM KERNKRAFTWERK GÖSGEN

Das Kernkraftwerk Gösgen wird heute Morgen geplant abgestellt.

Am Morgen, kurz nach 8 Uhr, war an einer kleinen Entwässerungsleitung des Frischdampfsystems aus noch unbekannten Gründen nichtradioaktiver Wasserdampf ausgetreten. Die undichte Stelle befindet sich im Maschinenhaus, im konventionellen Teil der Anlage. Weil die betroffene Leitung nicht abgesperrt werden kann, wird die Anlage bis 10.30 Uhr langsam abgefahren. Das Frischdampfsystem wird anschliessend für die Befundaufnahme und die Reparatur abgekühlt.

Alle Systeme arbeiten normal. Die Anlage befindet sich auslegungsgemäss in einem sicheren Zustand.

Das Vorkommnis hat keine Auswirkungen auf die Umwelt.

Mit freundlichen Grüssen
KERNKRAFTWERK GÖSGEN-DÄNIKEN AG
 
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Medienmitteilung

Jahresrückblick

9.2.2017 17:34

Betriebsverlauf

Das Kernkraftwerk Gösgen (KKG) produzierte 2016 netto 8,23 Milliarden kWh

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