23. NOVEMBER 2000: SCHLUSSBERICHT ZUR ÜBERPRÜFUNG DER BETRIEBLICHEN SICHERHEIT DES KERNKRAFTWERKS GÖSGEN

Im Rahmen des von der Internationalen Atomenergieagentur (IAEA) weltweit durchgeführten Programms zur Überprüfung der betrieblichen Sicherheit von Kernkraftwerken stellt der offizielle IAEA-Bericht dem Kernkraftwerk Gösgen (KKG) ein sehr gutes Zeugnis aus. Gegenwärtig werden im KKG die Empfehlungen zur weiteren Verbesserung des hohen Sicherheitsstands umgesetzt.
 
Eine dreiwöchige Überprüfung der Betriebssicherheit des Kernkraftwerks Gösgen durch ein Expertenteam (Operational Safety Review Team, OSART) der Internationalen Atomenergieagentur (IAEA) fand im November 1999 statt. Die wesentlichen Resultate dieser Überprüfung wurden damals anlässlich der Schlusskonferenz der Belegschaft und den Behördenvertretern präsentiert.
 
Der nun vorliegende offizielle OSART-Schlussbericht stellt insbesondere Folgendes fest:
Durch ausgeprägten Eigenverantwortungssinn (ownership) und Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter habe sich das KKG leistungsmässig einen Platz im Weltklassebereich erarbeitet. Dies sei ein Grund für den ausgezeichneten Zustand des Werks.
 
Ein Beispiel nachahmenswerter Praxis sei der Weitblick, mit dem das KKG die Nachfolgeregelung des in den Ruhestand tretenden Personals bewältige.
 
Die umfassenden Abfallentsorgungspraktiken des Werkes werden ebenfalls als lobenswert erwähnt. Sie reichten von der Minimierung der radioaktiven Abwässer und des Volumens radioaktiven Abfalls bis zur frühen Planung und Entwicklung von Zwischen- und Endlagerprogrammen.
Daneben enthält der Bericht auch eine Anzahl von Empfehlungen und Anregungen:
Obwohl im gesamten Werk eine ausgeprägte Qualitätskultur gelebt werde, empfiehlt der OSART-Bericht, das Sicherheitsbewusstsein der Belegschaft auf allen Ebenen durch eine selbstkritische und hinterfragende Haltung weiter zu stärken.
Zu den Herausforderungen zähle insbesondere der Umgang mit dem in den nächsten zehn bis fünfzehn Jahren zu erwartenden altersbedingten grösseren Personalwechsel. Dabei sei sicherzustellen, dass das Engagement der heutigen Belegschaft erhalten bleibe und dass die Erfahrung sowie das fachtechnische Know-how den Nachfolgern in zweckmässiger Weise weitergegeben werde.
 
Der OSART-Bericht bestätigt insbesondere die Bedeutung des im KKG vor Jahren eingeleiteten Prozesses zur Einführung eines formalen Qualitätssicherungssystems.
Das KKG ist überzeugt, dass die Vorschläge des IAEA-Expertenteams zu weiteren Verbesserungen in verschiedensten Bereichen führen. Das Werk ist deshalb bestrebt, die im IAEA-Bericht enthaltenen Anregungen und Empfehlungen speditiv umzusetzen.
 
Mit freundlichen Grüssen
KERNKRAFTWERK GÖSGEN-DÄNIKEN AG
 
Auskunft:
 
Bruno Elmiger
Konstantin Bachmann
Tel. 062 288 20 00
 
top
 
11. OKTOBER 2000: 150 000 000 000 KILOWATTSTUNDEN ENERGIE

Das Kernkraftwerk Gösgen hat am Mittwoch, dem 11. Oktober 2000, die hundertfünzigmilliardste Kilowattstunde (150 Mia. kWh) Energie seit der kommerziellen Betriebsaufnahme produziert. Davon ist rund 1 Prozent thermische Prozessenergie, die in der Kartonfabrik Niedergösgen genutzt wird.
 
Die seit der kommerziellen Betriebsaufnahme im November 1979 im Kernkraftwerk Gösgen erzeugte und ins Stromnetz eingespeiste elektrische Energie entspricht dem dreifachen Jahresstromverbrauch der Schweiz.
 
In den 21 Betriebsjahren wurden die Sicherheits- und Betriebseigenschaften des Kernkraftwerks Gösgen kontinuierlich durch kleinere und grössere Anlagenänderungen, durch eine effizientere Bewirtschaftung des Brennstoffes und kürzere Stillstandszeiten verbessert. Die Jahresproduktion konnte deshalb mittlerweile um rund zwei Milliarden kWh auf nahezu acht Milliarden kWh erhöht werden. Allein der komplette Austausch der Niederdruckturbinen in den Jahren 1994 und 1995 führte zu einer Mehrproduktion von gegen 250 Millionen kWh jährlich, was der Produktion eines mittelgrossen Schweizer Flusskraftwerks entspricht. Wäre der Strom aus dem KKG in den 21 Jahren Betrieb in fossil befeuerten Anlagen erzeugt worden, so hätte dies zu einem zusätzlichen CO2-Ausstoss von weit über 100 Millionen Tonnen geführt.
 
Seit 1980 beliefert das KKG die nahe gelegene Kartonfabrik Niedergösgen mit Prozessdampf. Die bis anhin abgegebene Dampfmenge entspricht einem elektrischen Energieäquivalent von über einer Milliarde kWh. Durch die Nutzung des Prozessdampfs konnte die Kartonfabrik seit 1980 rund 300 000 Tonnen Schweröl einsparen.
 
Mit freundlichen Grüssen
KERNKRAFTWERK GÖSGEN-DÄNIKEN AG
 
Auskunft:
Konstantin Bachmann
Tel. 062 288 20 00
 
top

 
7. JULI 2000: JAHRESREVISION MIT GENERATORTAUSCH IM KERNKRAFTWERK GÖSGEN

Am Samstag, dem 8. Juli 2000, wird das Kernkraftwerk Gösgen (KKG) für Revisionsarbeiten, für den vorsorglichen Austausch des Generatorstators und für den alljährlichen Brennelementwechsel planmässig abgestellt. Der 21. Betriebszyklus geht damit nach 346 Tagen zu Ende. Im 21. Zyklus produzierte das KKG 7903 Millionen Kilowattstunden (Mio. kWh) Strom. Der Betrieb der Anlage erfolgte ohne sicherheitstechnische Probleme.
 
Die Schwerpunkte der diesjährigen Jahresrevision sind der Austausch des Generatorstators, Inspektionen an Brenn- und Steuerelementen, Dichtungswechsel an zwei Hauptkühlmittelpumpen sowie grössere Armatureninspektionen an diversen Hilfssystemen.
 
Nach über 20 Betriebsjahren sind beim KKG-Generatorstator Abnutzungs-erscheinungen aufgetreten, wie sie bei Grossgeneratoren dieser Leistungsklasse zu erwarten sind. Während der diesjährigen Revision wird der Generatorstator deshalb vorsorglich ausgetauscht. Der rund 400 Tonnen schwere Ersatzstator wurde bereits am 25. Juni angeliefert. Er stammt ursprünglich aus dem Kernkraftwerk Trillio in Spanien, wo er aufgrund ähnlicher Befunde ausgetauscht wurde. Beim Herstellerwerk der Siemens in Mülheim, Deutschland, wurde er anschliessend in neuwertigen Zustand gebracht und für den Einsatz im KKG vorbereitet. Der KKG-Stator wird nach dem Ausbau ebenfalls nach Mühlheim geliefert und dort einer gründlichen Inspektion und Überholung unterzogen. Er wird anschliessend beiden Kernkraftwerken als Reservestator zur Verfügung stehen. Mit der gemeinsamen Reservehaltung des Stators lassen sich hohe Anschaffungskosten und lange Herstellungs- bzw. Lieferzeiten von gegen 2 bis 3 Jahren für einen neuen Stator vermeiden. Die Kosten für den Austausch des Generatorstators und die Reservehaltung belaufen sich für das KKG auf rund 20 Millionen Schweizer Franken.
 
Im Verlauf der Jahresrevision werden 44 der insgesamt 177 Brennelemente ersetzt sowie umfangreiche Kontroll- und Unterhaltsarbeiten vorgenommen. Dieses Jahr werden neben 20 neuen Uran-Brennelementen 20 plutoniumhaltige Mischoxid-(MOX-)Brennelemente und 4 Brennelemente aus wieder aufgearbeitetem Uran (WAU-Brennelemente) zugeladen. Mit der Zuladung der ersten WAU-Brennelemente setzt die Rezyklierung von Uran aus der Wiederaufarbeitung ein. Eine erste Serie von 32 WAU-Brennelementen wurde im Frühjahr 2000 angeliefert. Die Fertigung dieser Brennelemente erfolgte bei einem Vertragspartner von Siemens, der Firma Mashinostroitelny Zavod in Elektrostal, Russland. Vorläuferbrennstäbe von MSZ sind seit Jahren im KKG im Testeinsatz und zeigen ein gutes Betriebsverhalten.
 
Zusätzlich zum Werkspersonal sind während der Revision rund 500 auswärtige Fachkräfte von gegen hundert in- und ausländischen Unternehmen im KKG tätig.
 
Der Produktionsunterbruch dauert voraussichtlich vier Wochen.
 
Mit freundlichen Grüssen
Kernkraftwerk Gösgen-Däniken AG
 
Auskunft:
 
Bruno Elmiger
Tel. 062 288 20 00
 
top
 
Medienmitteilung

Betriebsverlauf

10.10.2017 15:18

Die Anlage produzierte im September 2017 nach Plan und ohne Unterbruch.

...

mehr »
Werkbesuche

Werkbesuche

Kommen Sie uns besuchen, und bilden Sie sich Ihre eigene Meinung!

mehr »
Offene Stellen

Offene Stellen

Bereichsleiter Tiefbau / Leiter Projekte Bautechnik (m/w)
Detail

Polymechaniker Fertigung (m/w)
Detail

Fachingenieur Nebenanlagen (m/w)
Detail

mehr »
© Kernkraftwerk Gösgen-Däniken AG /Sitemap/Impressum/Disclaimer