Was ist, wenn doch etwas passiert? Die Inhaber einer Kernanlage haften grundsätzlich unbegrenzt für die Schäden in der Schweiz. Das gilt sowohl für den Betrieb eines Kernkraftwerks als auch für die dazu nötigen Transporte – und unabhängig davon, ob die Inhaber ein Verschulden trifft oder externe Faktoren Ursache waren. Anders als in andern Ländern sind auch Terroranschläge und kriegerische Ereignisse mit eingeschlossen. So regelt es das schweizerische Kernenergiehaftpflichtgesetz (KHG).

Strenge Kausalhaftung

Betreiber von Kernanlagen müssen zusätzlich eine Haftpflichtversicherung über die Deckungssumme von einer Milliarde Franken abschliessen, zuzüglich 100 Millionen für Zinsen und Verfahrenskosten. Damit gehört das Schweizer Rechtssystem zu den strengsten der Welt. In Europa kennt einzig Deutschland eine vergleichbare Regelung.

Diese strenge sogenannte Kausalhaftung vereinfacht die Behandlung von Schadenersatzansprüchen. Denn die verschiedenen Partner, die zum Bau und Betrieb einer Kernanlage beitragen (wie Lieferanten oder Transporteure), benötigen keine zusätzliche Versicherungsdeckung.

Die Haftpflicht der Kernkraftwerke ist in einer der weltweit fortschrittlichsten Gesetzgebungen geregelt. (Bild KKG)
Die Haftpflicht der Kernkraftwerke ist in einer der weltweit fortschrittlichsten Gesetzgebungen geregelt. (Bild KKG)
top

Optimierte Versicherungsdeckung

Das KHG wurde in den letzten Jahren überarbeitet, um die Schweizer Gesetzgebung mit den vor einigen Jahren überarbeiteten internationalen Haftungsübereinkommen zu harmonisieren. Das Parlament verabschiedete im Juni 2008 die Totalrevision und ratifizierte das sogenannte Pariser Übereinkommen sowie das revidierte Brüsseler Zusatzabkommen über die Haftung gegenüber Dritten.

Damit wurde die minimale Versicherungsdeckungssumme von einer Milliarde Franken auf 1,2 Milliarden Euro erhöht. Die Vertragsstaaten dieses internationalen Übereinkommens garantieren zudem eine gemeinsame zusätzliche Deckungssumme von 300 Millionen Euro. Um Schäden bei einem Unfall zu decken, stünden somit neu 1,5 Milliarden Euro (rund 1,8 Milliarden Franken) zur Verfügung.

Diese Erhöhung der Versicherungsdeckung wird rechtskräftig, sobald die internationalen Abkommen von den meisten Vertragsstaaten ratifiziert sind und das KHG in Kraft gesetzt werden kann.

top

Solide Versicherungspools

Nuklearrisiken entziehen sich den üblichen versicherungstechnischen Überlegungen: Es handelt sich um eine sehr geringe Anzahl von zu versichernden Risiken, da weltweit nur rund 450 Kernkraftwerke in Betrieb stehen. Zudem ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Schaden eintritt, sehr klein, aber das allfällige Schadenpotenzial sehr gross. Um dieser besonderen Situation gerecht zu werden, bilden die Versicherer sogenannte Pools. In zahlreichen Ländern, auch in der Schweiz, bestehen solche Pools, die sich gegenseitig rückversichern.


Medienmitteilung

Jahresrückblick

9.2.2017 17:34

Betriebsverlauf

Das Kernkraftwerk Gösgen (KKG) produzierte 2016 netto 8,23 Milliarden kWh

...

mehr »
Werkbesuche

Werkbesuche

Kommen Sie uns besuchen, und bilden Sie sich Ihre eigene Meinung!

mehr »
Offene Stellen

Offene Stellen

Elektromechaniker / Elektromonteur (m/w)
Detail

Konstrukteur Maschinentechnik (m/w)
Detail

Leiter Abteilung Kernbrennstoff (m/w)
Detail

Elektromonteur / Elektroinstallateur (m/w)
Detail

mehr »
© Kernkraftwerk Gösgen-Däniken AG /Sitemap/Impressum/Disclaimer