Die Auslegung des Kraftwerks erlaubt eine Fahrweise mit Konstantlast, einen Grundlastbetrieb mit reduzierter Leistung sowie Laständerungen. Idealerweise wird die Anlage aus wirtschaftlichen Gründen bei voller Leistung mit maximalem Wirkungsgrad betrieben. Im Teillastbereich wird ab einer Leistung grösser 50 Prozent die mittlere Kühlmitteltemperatur im Reaktorkühlkreislauf konstant gehalten, womit die Beanspruchung von wichtigen Systemen und Komponenten bei Laständerungen reduziert werden kann.

Bei Leichtwasserreaktoren können Brennelemente während des Betriebs nicht ersetzt werden. Aus diesem Grund weisen sie bei Beginn eines jeden Betriebszyklus eine Brennstoffreserve bzw. Überschussreaktivität auf. Im Verlauf einer Betriebsperiode geht sie aufgrund des Brennstoffabbrands und steigender Spaltproduktkonzentration verloren. Die Überschussreaktivität wird vorwiegend durch Neutronen absorbierende Borsäure im Kühlmittel kompensiert. Da am Anfang eines Brennelementzyklus durch den Einsatz der frischen Brennelemente die Überschussreaktivität am höchsten ist, hat auch die erforderliche Borsäurekonzentration anfangs ihren höchsten Wert. Sie nimmt mit dem Abbrand des Brennstoffes ab.

Zum Kritischmachen des Reaktors wird Deionat in das Reaktorkühlsystem eingespeist und die gleiche Menge boriertes Kühlmittel entzogen. Damit wird die Borkonzentration reduziert. Um eine ausreichende Abschaltreaktivität während des Entborierens sicherzustellen, werden zuvor die Steuerstäbe aus dem stark unterkritischen Kern ausgefahren.

Die Steuerstäbe sind im stationären Betrieb nur wenig in den Kern eingefahren. Sie werden lediglich zur Kurzzeitregelung der Reaktorleistung und zur Reaktorschnellabschaltung in den Kern eingetaucht. Dadurch steht die grösstmögliche Abschaltreaktivität bereit, und die Leistungsverteilung im Reaktorkern wird am wenigsten gestört.

Bei Beeinträchtigung der Wärmeabfuhr aus dem Reaktor infolge Ausfall von Komponenten des Reaktorkühl- oder Wasser-Dampf-Kreislaufs wird die Reaktorleistung durch Steuerstabeinwurf automatisch so weit herabgesetzt, dass das Gleichgewicht zwischen Wärmeproduktion und Wärmeabfuhr wiederhergestellt ist. Die Anlage kann dann bei reduzierter Leistung im Betrieb gehalten werden.

Medienmitteilung

Betriebsverlauf

10.10.2017 15:18

Die Anlage produzierte im September 2017 nach Plan und ohne Unterbruch.

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