30. Juni 2004: Bundesrat erteilt dem Kernkraftwerk Gösgen (KKG) die Bau- und Betriebsbewilligung für ein Brennelementlager

Am 30. Juni 2004 erteilte der Bundesrat dem KKG die Bau- und Betriebsbewilligung für ein Lager für verbrauchte Brennelemente. Das Gesuch wurde im Juni 2002 dem Bundesrat eingereicht. Mit dem Bau wird voraussichtlich im Juli 2004 begonnen. Die Inbetriebnahme ist auf Juni 2007 geplant. Die Projektkosten belaufen sich auf rund 70 Millionen Schweizer Franken.
 
 
Projektbeschreibung
 
 
Aufträge
 
Die Realisierung des Projekts wurde der Siemens-Beteiligungsgesellschaft Framatome ANP (Advanced Nuclear Power) als Generalunternehmerin übertragen. Für die Bauherrschaft begleitet Colenco Power Engineering AG das Projekt. Die Bauarbeiten werden von der Batigroup AG ausgeführt.

Mehr als ein Drittel des Auftragsvolumens konnte an Schweizer Firmen vergeben werden. Rund die Hälfte davon geht an Unternehmen im Kanton Solothurn.

Die Gründe für die Nasslagererweiterung

Mit der Erweiterung der Lagerkapazität im KKG werden die Folgen des im neuen Kernenergiegesetz festgeschriebenen Wiederaufarbeitungs- Moratoriums  aufgefangen. Ohne Wiederaufarbeitung wäre das bestehende Lager im KKG schon bald voll. Brennelemente, die in Würenlingen (ZWILAG) zwischengelagert werden, müssen nämlich vor dem Transport länger gekühlt werden als solche,  die wiederaufgearbeitet werden.

Mischoxid-(MOX-)Brennelemente müssen nach dem Entladen aus dem Reaktorkern länger in einem wassergekühlten Lager (Nasslager) aufbewahrt werden als Uran-Brennelemente. Nur so können die für die Zwischenlagerung im ZWILAG bestimmten Transport- und Lagerbehälter voll beladen und die Lagerkapazität im ZWILAG (Trockenlagerung) optimal ausgeschöpft werden. Die dazu erforderlichen Abkühlzeiten liegen zwischen 8 und 16 Jahren. Das gegenwärtige Fassungsvermögen des Nasslagers erlaubt jedoch nur Abkühlzeiten von gegen 5 Jahren.

Erweiterung der Nasslagerkapazität um 1000 Brennelemente

Das bestehende Nasslager für Brennelemente im Reaktorgebäude umfasst rund 600 Standplätze. Da die Platzverhältnisse keine Lagererweiterung im Reaktorgebäude zulassen, wird ein neues Lagergebäude mit gleicher Zweckbestimmung ausserhalb der bestehenden Gebäudestruktur erstellt. Das Lagerbecken im neuen Gebäude wird weitere 1000 Brennelemente aufnehmen können. Das gebunkerte Gebäude mit einer Länge von 37 Metern, einer Breite von 17 Metern und einer Höhe von 25 Metern wird nordwestlich des Abluftkamins errichtet werden. Es wird gegen Flugzeugabsturz und Erdbeben gesichert sein.

Mit freundlichen Grüssen
Kernkraftwerk Gösgen-Däniken AG

Auskunft:  
Dr. Bruno Elmiger
Tel. 062 288 20 00
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