Das Kernkraftwerk Gösgen erzielte 2007 mit netto 8,16 Milliarden kWh (2006: 8,10 Mrd. kWh) eine Rekord­produktion ohne Abgabe von klima­schädi­genden Gasen und Luftschadstoffen.
 
Die Jahresrevision dauerte vom 2. bis 20. Juni 2007. Während der Abstellungszeit wurden umfangreiche Prüfungen und Instandhaltungsarbeiten an maschinen-, leit- und starkstromtechnischen Komponenten und Einrichtungen vorgenommen. Schwerpunkt der Revisionsarbeiten waren die zerstörungsfreien Materialprüfungen an der Hauptkühlmittelleitung. Zudem wurden die Speisewasser-Volllastregelventile ausgetauscht, die Verankerung im Bereich der Druckentlastung des Reaktorkühlsystems saniert, ein Teil der analogen Turbinenregelung durch eine moderne digitale Regelung abgelöst und ein Fremdnetzttransformator ersetzt.
 
Während der Jahresrevision wurden 44 der insgesamt 177 Brennelemente ersetzt. Im 29. Produktionsjahr enthält der Reaktor 33 Uran-, 108 WAU- und 36 MOX-Brennelemente. Der grösste Teil der Kernbeladung stammt aus rezykliertem Spaltmaterial. Der Einsatz von MOX- und WAU- Brennelementen trägt wesentlich zur Ressourcenschonung des Urans bei. Insgesamt dauerte die Revision 18 Tage (2006: 22 Tage).
 
Die 2007 an die Mondi Packaging Niedergösgen AG abgegebene Heissdampfmenge entsprach der ther­mischen Energie von 201 Millionen kWh. Dank der Nutzung von Dampf aus dem Kernkraftwerk vermied die Kartonfabrik die Verbrennung von rund 20 000 Tonnen Öl und damit die Abgabe von mehr als 60 000 Tonnen Kohlendioxid.
 
Das Jahr 2007 war das 17. Jahr in Folge ohne Reaktorschnellabschaltung.
 
Verschiedenes
 
Im Herbst 2007 wurde der Rohbau des Brennelement-Lagergebäudes und des Systemtraktes abgeschlossen. Anschließend wurden wesentliche Einbauten montiert. Die Erweiterung des Hilfsanlagengebäudes wurde abgeschlossen und in Betrieb genommen.
 
Die durch den Betrieb des Kernkraftwerks Gösgen in der Umgebung verursachte maximale Strahlendosis der Bevölkerung lag weit unter dem Dosisrichtwert von 0,3 mSv pro Jahr und Person. Die Kollektivdosis aller im Kraftwerk beruflich strahlenexponierten Personen lag unter dem Mittelwert der letzten 10 Jahre.
 
Das KKG beschäftigte Ende Jahr 398 Vollzeitangestellte und 14 Lernende. Zusätzliche Teil­zeit­angestellte waren in der Reinigung, im Personalrestaurant und im Besucherwesen tätig. 60 Mitarbeiter erlangten von der HSK ihre Zulassung als Pikettingenieure, Schichtchefs und Reaktoroperateure. 16 Mitarbeiter waren als Strahlenschutzfachkräfte anerkannt. In zahlreichen Kursen und Workshops erweiterten Mitarbeitende aller Abteilungen ihr Fachwissen und trainierten ihre beruflichen Fertigkeiten.
 
Insgesamt besichtigten rund 22 000 Personen das Werk. Am 7. Mai begrüßte die Kraftwerksleitung den
750 000. Besucher im Informationszentrum. Im August und Oktober nahmen Lehrerinnen und Lehrer an Kurse über die Schweizer Stromproduktion teil.
 
        2007   2006   2005
                 
Bruttoerzeugung   Mio. kWh   8 603   8 538   7 997
                 
Nettoerzeugung   Mio. kWh   8 159   8 099   7 583
                 
Betriebsstunden       8 313   8 230   7 755
                 
Zeitverfügbarkeit       94,9 %   93,9 %   88,5 %
                 
Arbeitsausnutzung       96,3 %   95,6 %   89,5 %
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