BETRIEBSVERLAUF

Das Kernkraftwerk Gösgen (KKG) produzierte 2009 netto 8,07 Milliarden kWh (2008: 7,96 Mrd. kWh) elektrischer Energie ohne Abgabe von klima­schädi­genden Gasen und Luftschadstoffen. Ausserhalb der Jahresrevision wurde die Energieabgabe ins Netz nie unterbrochen. Vom 4. Februar bis 5. Februar 2009 wurden die Zwischenüberhitzer ausser Betrieb genommen, um ein Entlüftungsventil im nichtnuklearen Teil der Anlage reparieren zu können. Dazu wurde die Leistung um 30 MW abgesenkt.  

Die Jahresrevision dauerte vom 6. Juni bis zum 26. Juni 2009. Während der Abstellungszeit wurden umfangreiche Prüfungen und Instandhaltungsarbeiten an maschinen-, leit- und starkstromtechnischen Komponenten und Einrichtungen vorgenommen. Zu den Schwerpunkten der Revisionsarbeiten zählten die Dichheitsprüfung des Sicherheitsbehälters sowie zerstörungsfreie Prüfungen an verschiedenen Schweissnähten von Komponenten des Reaktorkühlkreislaufes. Ausserdem wurde der letzte von drei Niederdruckvorwärmern ausgetauscht. An den 2008 ausgetauschten und in Betrieb genommenen Blocktransformatoren, sowie am Blockschutz wurden Nachkontrollen durchgeführt. In zwei der vier Stränge wurden leittechnische Grossrevisionen mit zahlreichen Baugruppenprüfungen vorgenommen. Für den Ersatz der Brandmeldeanlge und für das erweitere Prozessdampfsystem wurden neue Kabel gezogen.  

Während der Jahresrevision wurden 36 der insgesamt 177 Brennelemente ersetzt. Im 31. Produktionsjahr enthält der Reaktor 125 WAU-, 48 MOX- und 4 Uran-Brennelemente. Somit besteht das Kerninventar mit Ausnahme der 4 Uran-Brennelemente aus rezykliertem Spaltmaterial. Der Einsatz von MOX- und WAU- Brennelementen trägt wesentlich zur Ressourcenschonung des Urans bei. Insgesamt dauerte die Revision 20 Tage (2008: 26 Tage).

Neben der Aarepapier AG, vormals Mondi Packaging Niedergösgen AG, wird seit Oktober 2009 neu auch die Cartaseta-Friedrich & Co. in Däniken über eine neu erstellte Rohrleitung mit Heizdampf beliefert. Die gelieferte Heissdampfmenge entspricht der ther­mischen Energie von 185 Millionen kWh. Dank der Nutzung von Dampf aus dem Kernkraftwerk vermieden die Fabriken die Verbrennung von rund 20 000 Tonnen Öl und damit die Abgabe von mehr als 60 000 Tonnen Kohlendioxid.  

Das Jahr 2009 war das 19. Jahr in Folge ohne Reaktorschnellabschaltung, was im internationalen Vergleich einen herausragenden Wert darstellt. 

VERSCHIEDENES

Die durch den Betrieb in der Umgebung verursachte maximale Strahlendosis der Bevölkerung lag weit unter dem Dosisrichtwert von 0,3 mSv pro Jahr und Person. Die Kollektivdosis aller im Kraftwerk beruflich strahlenexponierten Personen erreichte seit der Inbetriebnahme den tiefsten Wert. 

Das KKG beschäftigte Ende Jahr 478 Personen und 17 Lernende. 59 Mitarbeiter hatten von der ENSI die Zulassung als Pikettingenieure, Schichtchefs und Reaktoroperateure. 15 Mitarbeiter waren als Strahlenschutzfachkräfte anerkannt. In zahlreichen Kursen und Workshops erweiterten Mitarbeitende aller Abteilungen ihr Fachwissen und trainierten ihre beruflichen Fertigkeiten. 

Insgesamt besichtigten rund 21 000 Personen das Werk. Im August nahmen Lehrerinnen und Lehrer an einem Kurs über die Schweizer Stromproduktion teil.
 
2009 2008 2007
Bruttoerzeugung Mio. kWh 8 516 8 400 8 603
Nettoerzeugung Mio. kWh 8 072 7 964 8 159
Betriebsstunden 8 267 8 148 8 313
Zeitverfügbarkeit 94,4% 92,8% 94,9%
Arbeitsausnutzung 95,3% 93,8% 96,3%

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