Am Samstag, 2. Juni 2012, wird das Kernkraftwerk Gösgen (KKG) planmässig zur Jahresrevision abgeschaltet. Der Betriebsunterbruch für den jährlichen Brennelementwechsel und für die Unterhaltsarbeiten dauert etwa drei Wochen.
 
Der vergangene 33. Betriebszyklus dauerte 338 Tage. Ohne Unterbruch produzierte das KKG 7940 Millionen Kilowattstunden Strom und deckt damit 13 Prozent des schweizerischen Strombedarfs. Die Anlage wurde ohne sicherheitstechnische Probleme betrieben.  

In der Jahresrevision werden 36 der insgesamt 177 Brennelemente durch neue Elemente aus wiederaufgearbeitetem Uran ersetzt. An bau-, maschinen-, elektro- und leittechnischen Systemen und Komponenten werden zahlreiche wiederkehrende Prüfungen und Instandhaltungsarbeiten durchgeführt. Zu den Schwerpunkten der Revision gehören Wirbelstromprüfungen an rund 11‘000 Heizrohren der 3 Dampferzeuger, die Modernisierung der Frischdampfumleitregelung und der Ersatz des Kugelmesssystems, das der Berechnung der Leistungsverteilung im Reaktor dient.  

Während der Jahresrevision sind im KKG zusätzlich zum Werkspersonal über 700 auswärtige Fachkräfte von rund 140 in- und ausländischen Unternehmen tätig.  

Am Samstagmorgen führt das KKG, wie jedes Jahr zu Revisionsbeginn, eine Funktionsprüfung an Frischdampfventilen durch. Beim Öffnen der Ventile wird Dampf abgeblasen. Das dabei verursachte Rauschen ist in der näheren Umgebung des Kraftwerks hörbar.    

Auskunft: Tel. 062 288 20 00
Dr. Bruno Elmiger, Konstantin Bachmann      

An der Kernkraftwerk Gösgen-Däniken AG sind beteiligt:

  • Alpiq AG, Olten (40%)
  • Axpo AG, Baden (25%)
  • Centralschweizerische Kraftwerke (CKW), Luzern (12,5%)
  • Energie Wasser Bern (ewb), Bern (7,5%)
  • Stadt Zürich (15%).
  Reaktortyp: Druckwasserreaktor Elektrische Leistung:1035 Megawatt Inbetriebnahme:1979
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