Uran ist ein schwachradioaktives Schwermetall, das in zahlreichen Mineralien enthalten ist und etwa 500-mal häufiger vorkommt als Gold. Uranerze, die als Rohstoffe für die Herstellung von Brennelementen dienen, werden u.a. bergmännisch gewonnen. Die produktivsten Uranminen liegen in Kanada, Australien, Kasachstan, Niger, Namibia und Usbekistan. Die grössten Uran- vorkommen wurden in Australien, Kasachstan, Kanada, Russland und Südafrika gefunden.
Das Uranerz wird in einer Erzverarbeitungsanlage gebrochen und gemahlen. Durch ein mehr- stufiges chemisches Auslaugverfahren wird aus dem Trägergestein ein Urankonzentrat gewonnen (U3O8, auch «Yellow Cake» genannt). Dieses wird durch Konversion in einem weiteren Schritt zu Uranhexafluorid (UF6) verarbeitet, dessen Eigenschaften sich für den anschliessenden Prozess der Anreicherung eignen.
Das KKG hat in den 70er- bis 90er-Jahren Natururan auf dem internationalen Markt beschafft und auch aus Partnerschaften mit einer Bergbaufirma in den USA bezogen. Anstelle von Natur- uran eignet sich auch das aus der Wiederaufarbeitung von bestrahlten Brennelementen gewonnene Uran bzw. Plutonium als Energieträger der Brennelemente.