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Sicherheitsprinzipien

Die Gewährleistung der nuklearen Sicherheit in modernen Leichtwasserreaktoren wie dem KKG beruht auf dem Konzept der gestaffelten Sicherheitsvorsorge. Unterschieden wird zwischen
 

  • der Sicherheitsebene 1 (Massnahmen zur Vermeidung von Störungen im Betrieb der Anlage),
  • der Sicherheitsebene 2 (Massnahmen zur Begrenzung der Auswirkung eingetretener Störungen und der Vermeidung des Eintritts von Störfällen),
  • der Sicherheitsebene 3 (Massnahmen zur Beherrschung von Störfällen),
  • der Sicherheitsebene 4 (Massnahmen zur Begrenzung der Folgen extrem unwahrscheinlicher postulierter Unfallabläufe).
 

Für Auslegung und Betrieb der Anlage (Sicherheitsebene 1) gelten besondere Anforderungen wie zum Beispiel:
 

  • ausreichende Sicherheitszuschläge bei der Auslegung der Systeme und Anlagenteile,
  • sorgfältige Auswahl der Werkstoffe und umfangreiche Werkstoffprüfungen,
  • umfassende Qualitätssicherung bei Fertigung, Errichtung und Inbetriebnahme,
  • instandhaltungsfreundliche Konstruktion von Systemen und Anlagenteilen,
  • hoher Redundanzgrad der sicherheitstechnischen Einrichtungen,
  • hoher Automatisierungsgrad zur Vermeidung von menschlichen Fehlern,
  • schonende Betriebsweise,
  • regelmässige Wiederholungsprüfungen und Inspektionen,
  • permanente Überwachung wichtiger Prozessgrössen,
  • automatische Einleitung von Gegenmassnahmen bei Erreichen vorgegebener Grenzwerte,
  • systematische Aufzeichnung, Auswertung und sicherheitsbezogene Verwertung von eigenen und fremden Betriebserfahrungen,
  • umfassende Schulung und ständige Weiterbildung des Betriebspersonals.
 

 
 
 
Zur Beherrschung anomaler Betriebszustände (Sicherheitsebene 2) wurden die Systeme nach besonderen sicherheitstechnischen Grundsätzen ausgelegt. Spezielle Begren- zungseinrichtungen und der Aggregateschutz stellen sicher, dass Störungen des Leistungs- betriebs bezüglich ihrer Folgen begrenzt bleiben, indem bei einer Störung die Leistung des Reaktors abgesenkt oder bei Ausfall von Komponenten Reservekomponenten zuge- schaltet werden. Durch den Eingriff der Begrenzungseinrichtungen können Schnellab- schaltungen der Reaktoranlage vermieden werden. Jede vermiedene Schnellabschaltung schont die Anlage.

 

Medienmitteilung

21. Juni 2010: Jahresrevision abgeschlossen

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