Radioaktive Strahlung kann lebende Zellen schädigen. Sehr hohe Strahlendosen wirken tödlich. Bei stark bestrahlten Lebewesen treten Krankheiten wie Krebs und Veränderungen der Erbanlagen gehäuft auf. Geringe Strahlendosen sind jedoch keine Bedrohung, vor der wir uns fürchten müssten. Schliesslich ist das Leben auf der Erde seit Jahrmilliarden der radioaktiven Strahlung ausgesetzt. Ausschlaggebend für die Wirkung radioaktiver Strahlung auf Menschen, Tiere und Pflanzen ist
- wie lange ein Körper der Strahlung ausgesetzt ist
- wie stark diese Strahlung ist
- und um welche Art von Strahlung es sich handelt (Alpha-, Beta- oder Gamma-Strahlung)
«All Ding' sind Gift und nichts ohn' Gift; allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift ist.».
Dies hat bereits der in der Schweiz geborene Arzt Paracelsus erkannt, der Anfangs des 16. Jahrhunderts lebte. In heutiges Deutsch übersetzt heisst das: Jede beliebige Substanz kann der Gesundheit schaden – es ist nur eine Frage der Menge. In der richtigen Dosis dagegen werden viele «Gifte» und auch zahlreiche radioaktive Substanzen in der Medizin zur Heilung von Krankheiten eingesetzt.