Im Kondensator wird der Dampf aus der Turbine wieder zu Wasser kondensiert. Dieses Wasser wird anschliessend vorgewärmt und als Speisewasser zurück zum Dampferzeuger geleitet. Die bei der Kondensation frei werdende Wärmeenergie wird an einen getrennten Kühlwasserkreislauf abgegeben. Der Bundesrat entschied 1971, dass Rhein und Aare durch die Wärmeabgabe von Kernkraftwerken nicht zusätzlich belastet werden dürfen. Daher wird der Kondensator nicht direkt mit Aarewasser, sondern über einen 150 m hohen Naturzug-Nasskühlturm gekühlt. Das Kühlwasser, das im Kondensator um etwa 14 Grad Celsius erwärmt wird, gelangt über ein Kanalsystem auf die Rieselelemente des Kühlturms und wird versprüht. Die herunterfallenden Wassertropfen geben ihre Wärme an den aufsteigenden Luftstrom ab. Bei diesem Vorgang verdunsten etwa 2% des Kühlwassers und bilden die charakteristische Dampffahne, die je nach Luftfeuchtigkeit, Temperatur und Windstärke mehr oder weniger gut sichtbar ist.
