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Kontrollbereich

Blick ins Containment während der Jahresrevision mit Ladebecken und Lademaschine

Zum nuklearen Bereich gehören das Reaktor- gebäude, das Reaktorhilfsanlagengebäude und das im Jahr 2008 fertiggestellte Brennelement- lagergebäude, die zusammen einen geschlos- senen Kontrollbereich bilden. Ein zentral über- wachter Zugang führt zum Kontrollbereich.

Die unter Reaktorbetriebsdruck stehenden und Radioaktivität führenden Anlagenteile werden zusammen mit dem im Reaktorgebäude befind- lichen Brennelementlagerbecken von einem kugelförmigen Stahlbehälter umschlossen. Dieser Sicherheitsbehälter (Containment) gewährleistet den Schutz der Umgebung gegen radiologische Auswirkungen von unterstellten schweren Stör- fällen. Er verhindert, dass radioaktive Stoffe unkontrolliert nach aussen entweichen.

Der Sicherheitsbehälter liegt exzentrisch im Reaktorgebäude, dessen Schale aus Eisenbeton besteht. Sicherheitsbehälter und Reaktorgebäude bilden eine doppelte Sicherheitshülle. Das Reaktorgebäude schützt die Radioaktivität führenden Anlagenteile gegen Einwirkungen von aussen; es ist gegen Erdbeben, Explosionsdruck- wellen und Flugzeugabstürze ausgelegt.

 

Der gasdicht verschweisste, druckfeste Sicherheitsbehälter ist im unteren Bereich in einem schalenförmigen Fundamentring eingebettet und im übrigen Bereich freitragend gebaut. Bei der Auslegung des Sicherheitsbehälters als Volldruckbehälter wurde unterstellt, dass eine Haupt- kühlmittelleitung bricht und der gesamte Wasserinhalt des Reaktorkühlsystems sowie zusätzlich ein Dampferzeuger vollständig ausdampfen. Die Stahlhülle ist für diesen Fall auf einen Über- druck von 4,89 Bar bei einer Temperatur von 135 °C ausgelegt. Der Zugang zum Sicherheits- behälter führt über eine druckfeste und gasdichte Schleuse.

 

Im Reaktorhilfsanlagengebäude befinden sich unter anderem die Aufbereitungsanlagen für Abwässer, Konzentrate und Abgase, die zentrale Zuluft- und Abluftanlage für den Kontroll- bereich, Werkstatteinrichtungen, Laboratorien für die Untersuchung radioaktiver Stoffe,  De- kontaminationseinrichtungen sowie Abfalllager für schwach- und mittelaktive Abfälle. Im Juni 2007 wurde nach 20-monatiger Bauzeit ein dreistöckiger Anbau fertiggestellt, der das Gebäude um 8000 Kubikmeter für Werkstätten und Lagerräume erweitert. Mit dem zusätzlichen Platz- angebot wird auch die Lagerung von Materialien optimiert und der Brandschutz verbessert.

 

Der Anbau wurde als selbstständiges Bauwerk ausgebildet und mit einer Dilatationsfuge (Luftspalt) vom Reaktorhilfsanlagengebäude abgetrennt. Damit bleibt das dysnamische Gebäude- verhalten des Reaktorhilfsanlagengebäudes im Falle eines Erdbebens unbeeinflusst. Diese Entkopplung hatte zur Folge, dass der schlanke Anbau zur Sicherstellung der Erdbeben- kippsicherheit mit 54 Zug- und Druckpfählen im Erdreich verankert werden musste. Diese Pfähle sind 13 Meter lang und haben einen Durchmesser von 1,3 Meter. Zur Ableitung der Erdbebenkräfte enthält die 2 Meter dicke Fundamentplatte eine massive Armierung von 280 Kilogramm pro Kubikmeter Beton, was etwa dem fünffachen Eisengehalt konventioneller Bauten entspricht. Dies erklärt die rund 700 Tonnen Stahl, die für den Anbau des Hilfsanlagen- gebäudes benötigt wurden.

 

Medienmitteilung

12. Januar 2012: Betriebsverlauf im Dezember

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