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Inhärente Sicherheit

Im Leichtwasserreaktor vom Typ KKG wird so genanntes leichtes Wasser, d.h. normales ge- reinigtes und voll entsalztes Wasser, als Moderator und Kühlmittel zugleich verwendet. Das Kühlwasser moderiert die durch Kernspaltung entstandenen Neutronen; es bremst die mit hoher Geschwindigkeit aus dem Brennstoff entlassenen Neutronen auf «thermische» Geschwindigkeit ab, bei der sie eine neue Kernspaltung auslösen können.
 

Die so genannte inhärente Sicherheit beruht auf den Eigenschaften des Moderators und des Brennstoffs: Bei steigender Kühlmitteltemperatur und bei Dampfblasenbildung nimmt die Wasserdichte ab, wodurch weniger Neutronen abgebremst werden. Zudem werden bei steigender Brennstofftemperatur mehr Neutronen vom Brennstoffträgermaterial Uran-238 absorbiert. Dadurch stehen weniger Neutronen zur Auslösung neuer Kernspaltungen zur Verfügung. Bei einem unterstellten Kühlmittelverluststörfall infolge eines grossen Lecks käme die Kettenreaktion sowohl aufgrund der grösseren Neutronenabsorption wegen der Brennstoff- temperaturerhöhung wie auch wegen fehlender Moderatorwirkung durch Dampfbildung im Reaktorkern schlagartig zum Erliegen.

Medienmitteilung

11. Mai 2012: Kurzzeitige Leistungsreduktion im KKG

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