Betriebsergebnisse
Seit der kommerziellen Betriebsaufnahme im November 1979 hat das Kernkraftwerk Gösgen (KKG) überdurchschnittliche Werte in Bezug auf Verfügbarkeit und Sicherheit aus- gewiesen. 1980 gab das KKG 5,9 Milliarden Kilowattstunden Strom ans Netz ab. Die Jahresproduktion beträgt mittlerweile rund 8 Milliarden Kilowattstunden; dies entspricht etwa 13 Prozent des schweizerischen Strom- verbrauchs. Bis zum 31. Dezember 2008 betrugen die Nettostromproduktion 214 Mil- liarden Kilowattstunden und die hohe durch- schnittliche Arbeitsausnutzung 90 Prozent. Die Stromgestehungskosten sanken über die Jahre von 6,3 Rappen pro Kilowattstunde im Jahre 1980 auf 3,98 Rappen pro Kilowatt- stunde im Jahre 2008.
In der Absicht, die Betriebs- und Sicherheits- parameter ständig zu verbessern, haben die Aktionäre kleinere und grössere Anlagen- änderungen gutgeheissen. Dazu gehören zum Beispiel Verbesserungen in der Brennstoffbe- wirtschaftung, Wirkungsgradverbesserungen im Turbinenbereich oder die Nachrüstung einer Druckentlastung für das Reaktorkühlsystem. Zusammen mit verkürzten Stillstand- zeiten trugen diese Projekte wesentlich dazu bei, dass die Nettostromproduktion seit der Inbetriebnahme der Anlage um 15 Prozent erhöht werden konnte, was etwa zwei zusätz- licher Milliarden Kilowattstunden jährlich entspricht. Während dieser Zeit lagen die Abgaben an die Umwelt und die Dosiswerte der Belegschaft weit unterhalb der behördlich festgelegten Grenzwerte.
Hoher Sicherheitsstandard, zuverlässiger Betrieb, geringe Emissionen, Wirtschaftlichkeit sowie der stetige Dialog mit der Bevölkerung haben dazu beigetragen, dass das KKG in den umliegenden Gemeinden breite Akzeptanz findet. Die Bevölkerung des Standortkantons und insbesondere die umliegenden Gemeinden brachten dies in den vier Volksabstimmungen zur Kernenergie von 1979, 1984, 1990 und 2003 deutlich zum Ausdruck.
Das KKG beschäftigt gegen 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der überwiegende Teil der Belegschaft wohnt in der unmittelbaren Umgebung des Werks. Zusätzliches Personal wird hauptsächlich während der jährlichen Revisionen benötigt.