Am Weltenergiekongress in Sydney im September 2004 kam der Weltenergierat – die grösste internationale Organisation der Energiewirtschaft – zum Schluss, dass alle Energieoptionen, einschliesslich der Kernenergie, offengehalten werden müssen: «Keine Technologie sollte idealisiert oder dämonisiert werden, [...] denn wir können es uns nicht leisten, auch nur eine davon über Bord zu werfen.»
Der Weltklimarat der Uno (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC) nennt in seinem 2007 veröffentlichten vierten Lagebericht die Kernenergie ausdrücklich als Schlüsseltechnologie zur Linderung des Klimaproblems. Rajendra Pachauri, der Vorsitzende des Weltklimarats, erklärte im April 2007: «Die Kernenergie eröffnet uns die Möglichkeit, die Kohlenstoffintensität substanziell zu reduzieren, und zwar nicht zuletzt deshalb, weil sie ökonomisch sehr attraktiv ist.»
Das Europäische Parlament hat sich im Februar 2008 mit grosser Mehrheit für einen Ausbau der Kernenergie ausgesprochen. Die Abgeordneten forderten die Europäische Kommission auf, entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen und «einen konkreten Fahrplan für Investitionen in die Kernenergie» zu erstellen.