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Alterungsüberwachung

 
 
Die Alterungsüberwachung hat zum Ziel, das für einen vorschriftsgemässen und reibungslosen Betrieb notwendige Sicherheitsniveau aufrechtzuerhalten und für die Planung der Lebensdauer der Anlage solide Grundlagen zu schaffen. Die systematische Überwachung von Alterungs- erscheinungen und Degrada­tionsauswirkungen schliesst neben den mechanischen und elek- trischen Ausrüstungen auch die bautechnischen Anlagen ein. Gestützt auf den Stand des Wissens, der Prüftechnik und der Betriebserfahrung im In- und Ausland, werden alle erfass- baren Alterungsmechanismen und -effekte untersucht, bewertet und schliesslich daraus die allfällig notwendigen Gegenmassnahmen abgeleitet. So führte zum Beispiel die durch die Betriebsbelastung und die Alterung des Isola­tionssystems beschränkte Lebensdauer des Blocktransformators zum Ersatz der drei Blocktransformatorpole und des Reservepols; aufgrund der Alterung der Kunststoffisolation wurden die 10-Kilovolt-Mittel­spannungskabel ersetzt; die in langjährigem Betriebseinsatz erfolgte mechanische Abnutzung von Absorber- hüllrohren der Steuerelemente führte zu deren Ersatz. Ein Beispiel für Alterungsprozesse an maschinentechnischen Komponenten sind durch Tropfenschlagerosion verursachte Wand- dickenschwächungen an den Wärmertauscherrohren der Niederdruckvorwärmer. Aufgrund solcher Befunde wurden alle drei Niederdruckvorwärmer während der Jahresrevisionen 2008 und 2009 durch neue Vorwärmer ersetzt, deren Wärmetauscherrohre, Mantel und Rohrab- stützungen neu aus erosionsbeständigem Werkstoff gefertigt sind. Instandsetzungsarbeiten bei Alterungserscheinungen an Baukörpern wurden zum Beispiel an der Reaktorkuppel und am Abluftkamin durchgeführt. 1997 wurde die Reaktorkuppel zum Schutz der Bausubstanz vor Umwelteinflüssen vollständig gereinigt und vorbeugend versiegelt. 2009 wurden solche Arbeiten an der Aussenseite des Abluftkamins ausgeführt.
 

Zu den bekannten Alterungserscheinungen gehören mechanisch-thermische Ermüdungen, Schäden durch Vibrationen, Strahlenversprödung, thermische Versprödung und Korrosion. Die Erforschung und die Berücksichtigung der Alterung in all ihren Erscheinungsformen sind Vor- aussetzung für die möglichst genaue Einschätzung der Restlebensdauer der Anlage und für allfällige Investitionen in lebensdauerverlängernde Massnahmen.
 

Grundsätzlich können alle potenziell die Lebensdauer begrenzenden Komponenten der Anlage repariert oder ausgetauscht werden. Die technische Restlebensdauer der Anlage hängt wesentlich von der Art und Weise ab, wie auf Komponenten und Systeme Einfluss genommen wird. Unter ständiger Einhaltung des geforderten Sicherheitsniveaus ist die Restlebensdauer eher von ökonomischen Gesichtspunkten diktiert als von rein technischen. Heute wird davon ausgegangen, dass das KKG gut zwanzig Jahre über die heutige Auslegungsbasis von vierzig Jahren hinaus betrieben werden kann.

Medienmitteilung

12. Januar 2012: Betriebsverlauf im Dezember

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